Talentschuppen

Tanz - Logo

hieß im alten deutschen Westen eine Sendung, die das Neue gegen den Evergreen in Schutz nehmen wollte. Damit die Jugend einen Weg an der Musikindustrie vorbei fand. Umso lieber landete sie in ihren Armen. In Ostberlin entdeckte das Haus der jungen Talente, das heutige Podewils’sche Palais, die Jazzszene und junge DDR-Fotografen. Gewiss bedeckte dieses Feigenblatt der Nachwuchsförderung die Seltenheit der Chance, die sich dem Talent tatsächlich bot.

Heute etwa bei Solotanz-Wettbewerben in Stuttgart und Leipzig; bei Tanzplattformen in Berlin, Nordrhein-Westfalen, München; bei Choreografen-Wettbewerben in Hannover und Ludwigshafen; bei studentischen Initiativen in Frankfurt und Gießen. Von der Lust an der Entdeckung des Neuen profitiert vor allem die Bahn.

Dabei schien die Sorge um den Nachwuchs nie größer als heute. Studiengänge werden gründlich renoviert, neue Bildungsanstalten entstehen allenthalben, und mit der Initiative «Tanz in Schulen» greift eine Früherziehung, deren Präambel nicht weniger verspricht, als jedem zwischen vier und 24 Jahren eine faire Chance zu geben, sich durch Tanz so zu formen, wie es schon lange in Musik und Sport möglich ist.

Unsere Frage in diesem Heft: ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle tanz-Artikel online lesen
  • Zugang zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von tanz

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Tanz Mai 2007
Rubrik: Editorial, Seite 1
von Redaktion

Vergriffen
Weitere Beiträge
Paris Royal

Sie heißen Sohel, Marc, Hok-Heng, Igor, Skali, Clochette und Julien. Sie sind Feuer­wehrmann, Student, Verkäufer. Und treffen sich, so oft es geht, vor den schönsten Pariser Bauwerken, wenn sich dort ein paar hundert Quadratmeter ebener Asphalt finden. Sie trainieren mit Blick auf den Invalidendom, den Palais Royal oder in einer schicken Einkaufspassage. Und...

The Hungry Man

Hungarian choreographer Attila Kun has been riding a bumpy road lately which every now and then throws up quite a stumbling block. He nevertheless managed to direct his energies at the stage for his work “Mindegy” (Hungarian for “Whatever …”), performed earlier this year at Budapest’s Trafó House of Contemporary Art. “Whatever …” demonstrated some of the cleanest,...

In-Jung Jun: "Gift"

«Ich versuche, wie alle Philosophen, die Metaphysik zu vermeiden. Und ich merke, das Volk wird nervös, wenn es nicht bei Laune gehalten wird; es will, dass die Dinge einen Sinn ergeben. Himmelschreiende Berechnung!» Es spricht der König von Märchenland. Eine merkwürdige Majestät, beinahe eine Bühnenversion des Kleinen Königs aus dem TV-Sandmännchen. In seinem...