tänzerpaare...

Tanz - Logo

...sind ja etwas so Selbstverständliches: Mann und Frau im Pas de deux. Was für ein liebreizendes Bild von Liebe. Aber dass ein Maler und eine Malerin innig sich ein gemeinsames Bild erschaffen. Oder eine Schriftstellerin und ein Schriftsteller in Liebe zueinander ein Buch verfassen – davon schon gehört? So etwas hat Seltenheitswert. Nicht im Tanz. Sol León und der neue Leiter des Nederlands Dans Theater, Paul Lightfoot, etwa: Sie choreografieren seit eh und je alles gemeinsam.



Dabei stritt man sich bei solchen Paarungen vor Jahren noch gewaltig: Wer (ver)führt hier wen? Der Mann doch die Frau. Oder diese Sensation: homo­sexuelle Paare auf der Bühne. Der Künstlerzwilling, wie ihn deufert + plischke im Tanz repräsentieren, kennt nicht mal eine Spur von Dominanz über das andere Geschlecht. Und heute?

Will man wissen, ob die Liebe auch echt ist. Ein wirkliches Paar, heißt es, tanze doch viel überzeugender als irgendwelche zwei Solisten. «Die Gefühle kommen von allein, wenn ich sie nur anschaue», schwärmt Marian Walter vom Staatsballett Berlin über seine Frau Iana Salenko, «da muss ich gar nicht mehr spielen. Wenn ich mit anderen Partnerinnen tanze, muss ich mehr darstellen» (S. 20). ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle tanz-Artikel online lesen
  • Zugang zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von tanz

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Tanz November 2011
Rubrik: editorial, Seite 1
von

Weitere Beiträge
charleroi: Cynthia Loemij, Mark Lorimer: «To intimate»

Genügt es nicht, jahrelang in der Champions League getanzt und unterrichtet zu haben, um nun auch als Choreograf oder Choreografin Erfolg zu haben? Nichts oder zumindest kaum etwas gibt es doch an ihren wunderbaren Bewegungsabläufen auszusetzen. «To intimate» ist ein von gekonnter Technik und makelloser Interpretation gezeichnetes Stück. Cynthia Loemij und Mark...

berlin: Nico and the Navigators: «Petite messe solennelle»

34 Jahre lebte der Opernkomponist Gioa­chino Rossini von einer statt­ichen Rente aus seinem Vertrag mit dem französischen König. Abgesetzt von Liberalen des 19. Jahrhunderts, die Rossini viel Zeit gaben, das Geld für Trüffel auszugeben und, glaubt man den Brüdern Goncourt, «junge Mädchen dazu zu bringen, sich bis zur Taille auszuziehen und ihn seine Hän­de lüstern...

lyon: Eszter Salamon: «Tales of the Bodiless»

Wie wäre es, würden wir als Moorleichen überdauern, ohne Skelett, nur Haut und Haar? Wie wäre es, wenn wir keinen Körper hätten? Oder «körpervoll» wären, um als Substitute für die Körperlosen herzuhalten, als deren Prostituierte? Eszter Salamon erzählt in ihrem neuesten Stück «Tales of the Bodiless. Musical Fiction Without Science» Geschichten vom Verlust des...