sylvana seddig
ist Teil des tänzerischen Kraftzentrums bei Bodytalk und seit 2014 auch als eigenständige Choreografin unterwegs. Mit ihrer Produktion «Neurosen und Altlasten: Psychotanz mit Ich, Mir und Mich» schuf sie zusammen mit den Tänzern Johanna Roggan, Jan Werge und Tim Gerhards ein Psychogramm des alltäglichen Wahnsinns: Inseln der Glückseligkeit, belegt mit Rollrasen und belebt mit absurd komischen Intensivmeditationen. Die Kölnerin bedient dabei weniger die hohe Schule der feinziselierten Ästhetik, vielmehr laviert sie zwischen den Grenzen von Tanz und Groteske.
Dazu kommt ein Quantum gesellschaftspolitischer Ausdruck, was starke Bilder und Stimmungen erzeugt.
Etwas düsterer kommt ihre nächste Arbeit «Dutopia» daher, in der sie zwischen Video und Wackelpudding auch selbst performt. Die Sprach-Tanz-Mischung verwischt einmal mehr die klassischen Genregrenzen. Sylvana Seddig erweist sich dabei als gute Schülerin ihrer Mentorin Yoshiko Waki. Sie folgt deren Anspruch, politisch relevantes Tanztheater zu machen, und nimmt doch von Anfang an eigene Markierungen vor, indem sie deutlich spielerische Ansätze sucht und sehr bewusst ironische Brüche und Übertreibungen einsetzt. Zugleich bevorzugt ...
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Tanz Jahrbuch 2015
Rubrik: die hoffnungsträger, Seite 178
von Torben Ibs
In Irland spielt Landschaft traditionell eine wichtige Rolle in allen Kunstformen. Immer wird das Verhältnis zwischen äußerer, physikalischer und innerer, emotionaler Landschaft befragt. Landschaften als Umgebung, egal ob ländlich oder urban, können schöpferisch beflügeln, aber auch lähmen. Die in Dublin wohnende schwedische Choreografin Maria Nilsson Waller...
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