Streetdance 3d
Ob Klassik mit Krumping, Breakdance mit Johann Sebastian Bach zusammengeht, das ist keine Frage. Christoph Hagel hätte andernfalls nie in der Berliner Nationalgalerie die Flying Steps samt der japanischen Ausnahmetänzerin Yui Kawaguchi zu Bachs «Wohltemperiertem Klavier» auftreten lassen.
Auch keine Kinoproduktion, noch dazu im Hochpreisniveau der 3-D-Technologie, würde es wagen, Streetdance mit Ballett zu vermählen, wenn nicht ausgemacht wäre, dass die vermeintliche Oberklassenkunst Ballett und die vermeintliche Unterschichtenkunst Streetdance bis zur Ununterscheidbarkeit kombinierbar sein müssten.
Im neuen Kinofilm «StreetDance 3D» entsteht so die Fallhöhe. Es habe sich unter fortschrittlichen Ballettpädagogen herumgesprochen, so die These, dass eine Ballettjugend, damit sie die Klassik nicht bloß übe, sondern auch lebe, in die Klubs ihrer Generation gehöre. Das bewies schon das Staatsballett Berlin in einer Liaison mit dem Megaclub Berghain. Gegen den Widerstand der ewig gestrigen Puristen des Balletts erlaubt hier Charlotte Rampling einer Streetdance-Gang, in den heiligen Hallen ihrer Schule in London die Eleven mit Breakdance so locker zu machen, dass sie bei einer ...
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