Stefano Giannetti: «Grazie und Anmut»
Ein leeres, weißes Tanzpodest erhebt sich in der Werkstattbühne des Pfalztheaters, oben von einem Fries mit Bildern aus der Zeit der Ballets Russes umgrenzt. In der Mitte steht ein Stuhl für Sergei Diaghilew, der in seinem weißen Anzug das Spiel auf der Bühne in Gang setzt.
Er sieht Ausschnitte aus «Giselle», aus Bronislawa Nijinskas «Les noces» und «Les biches», aus «Le spectre de la rose», «Scheherazade» und der «Josephslegende» von Mi-chail Fokin sowie aus Léonide Massines «Dreispitz» – entweder jeweils die Originalchoreografie oder eine sehr ähnliche Variation darauf mit signifikanten Zitaten wie der vertikalen Kopfreihe aus «Les noces».
Stefano Giannetti und drei Tänzer seiner Kompanie deuten zwischen den bekannten Ausschnitten auch die persönlichen Hintergründe der Ballets Russes an, jeder der sechs Solis-ten spielt einen der historischen Protagonisten.
Anna Pawlowa steht als Giselle für die große Vergangenheit, danach dirigiert Diaghilew seine Geliebten Nijinsky und Massine herrisch auf der Bühne herum. Die Figuren tanzen in den Ballettausschnitten mit, im Fall von Nijinsky, seiner Schwester oder Massine ist das historisch subtil nachempfunden, denn sie interpretieren ...
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Tatjana Barbakoff
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