Sidi Larbi Cherkaoui
Aller guten Dinge sind drei: Nach 2008 und 2011 wird Sidi Larbi Cherkaoui abermals «Choreograf des Jahres». Dass er es irgendwann noch ein viertes Mal schafft, darf man mit Fug und Recht annehmen. Kein Choreograf ist derzeit weltweit so präsent wie der Belgier aus flämisch-marokkanischem Elternhaus. In seiner Geburtsstadt Antwerpen steht er heute sowohl der selbst gegründeten Kompanie Eastman als auch dem Ballet Vlaanderen vor. «Eastman» ist eine Übersetzung seines Familiennamens: Der Mann aus dem Osten.
So heißt sein Vater, ein Marokkaner, der eine Belgierin ehelichte. Für den Karriereweg des Sohns ist weniger die geografische Orientierung ausschlaggebend als vielmehr die Idee der Migration: Es gibt derzeit keinen Choreografen, der ähnlich intensiv wie Cherkaoui ständig in mehrere Himmelsrichtungen zugleich strebt, der scheinbar heute hier und morgen dort ist – und zudem in seinen Arbeiten transkulturelle Brücken baut.
Wollte man hier alle seine Choreografien, seine Zusammenarbeiten mit namhaften Künstlern, mit Ballett- und Opernensembles, seine Preise auflisten – es würde den Rahmen dieser Würdigung sprengen. Obwohl eine solche Zusammenstellung ohne Umschweife dokumentieren ...
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Tanz Jahrbuch 2017
Rubrik: Die Saison 2016/17: The winners are ..., Seite 138
von Thomas Hahn
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