Serie Master-Macher
Selten, dass ein Mastermacher an gleich zwei Schulen die Leitung innehat. Soeben aus Zürich gelandet, wo er den jungen Studiengang Bachelor of Arts for Contemporary Dance an der Hochschule der Künste (tanz 10/14) mit aufbaut, sitzt Samuel Wuersten wieder daheim im ockerfarbenen Sandsteinbau gegenüber dem neu gestalteten Hauptbahnhof von Rotterdam. Das Portal, durch das die Studenten von Codarts, dem 1930 gegründeten Konservatorium der Künste, jeden Tag hindurchschreiten, sieht aus wie ein gewaltiger Angelhaken.
Es ist nicht nur verkehrsgünstig, hier zu studieren, es lockt auch die Nähe zu Kommilitonen des Musiktheaters, des Zirkus und der Weltmusik im selben Quartier.
200 Tanzstudenten sind es derzeit, die Samuel Wuersten in den Beruf bringen will. An der Rotterdamer Tanzakademie lernen rund 60 angehende Tanzpädagogen, 20 Tanztherapeuten und 120 Tänzer. Einer der Vorteile: Wer im ersten Semester merkt, dass er im falschen Zweig gelandet ist, kann wechseln, ohne bereits erworbene Credits zu verlieren. Die zwei letzten Semester zeigen, wohin der Hase wirklich läuft: direkt in die Praxis. Die Studenten werden als Hospitanten in Kompanien und Projekten beschäftigt, nachdem sie bereits ...
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Tanz Dezember 2015
Rubrik: Praxis, Seite 72
von Arnd Wesemann
Sie beide sind ehemalige Étoiles des Pariser Opernballetts und haben im Herbst das LAAC eröffnet, «L’Atelier d’Art Chorégraphique». In dem historischen Studio unter den Dächern des Théâtre des Champs-Elysées, wo einst Größen wie Nijinsky oder Jean Babilée probten, bieten Sie nun Ballett-Training für ambitionierte Profis oder Halbprofis. Schließen Sie damit eine...
Graue Panther sind passé. Stattdessen nennt Egon Madsen seine Passagiere «Greyhounds», auf Busunternehmen in Amerika und Australien anspielend. Alle vier sind schließlich ständig unterwegs, von einer Lebensstation zur anderen. Wohin die Reise führt, ob zielgerichtet geradeaus oder rechts ins Abseits – die Fahrbahnmarkierung von Flurin Borg Madsen lässt es offen....
Man kann hart fallen. Der Boden ist nicht gepols-tert. Die Journalistin landet auf den Knien, es wächst ein kleiner blauer Fleck. Schmerzhafter ist die Peinlichkeit, denn gleich zwei Museumswärter gucken erschrocken. Sie sind postiert, um maximal zwei Menschen zu erlauben, sich in oder an diese blöden baumelnden Turnringe zu begeben. Irgendwie macht‘s ja auch Spaß....
