screenings und ausstellungen
tanz im tv_________
das leben ist ein tanz
Tanz und Adoleszenz gehören unabdingbar zusammen. Wer tanzen und dabei über den Wochenend-Dance-Floor hinauswachsen will, der muss sich für endloses Ackern in einem Alter entscheiden, in dem andere dem Pubertätshormonschub die Zügel schießen lassen. So viel Disziplin bringt niemand auf, der nicht vom ganz großen Ruhm träumt, vom roten Teppich, vom Status des Stars.
Oder? Der Regisseur Raphaël Rivière hat drei Tanzschüler bei der Auseinandersetzung mit den Herausforderungen des Alltags beobachtet: beim Ringen mit sich selbst, dem widerspenstigen Körper und den finanziell nicht allzu rosigen Verhältnissen, die sie sehenden Auges in Kauf nehmen – für einen Beruf, der eben bekanntlich eine Berufung ist. Zu sehen ist die Doku «Das Leben ist ein Tanz» auf ARTE am 16. Mai um 22.35 Uhr.
Tanz im TV
3sat
28. Juni, 21.45h: «Pina – tanzt, tanzt, sonst sind wir verloren», ein Film für Pina Bausch von Wim Wenders, D 2010
28. Juni, 23.25h: «Kontakthof» von Pina Bausch, Tanztheater Wuppertal
5. Juli: zwei weitere Choreografien von Pina Bausch
arte, arte.tv
7. Mai, 5.05h; 13., 19. Mai, 5.00h: «John Neumeiers Hamburg Ballett», Dokumentation der ...
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Tanz Mai 2014
Rubrik: kalender und kritik, Seite 48
von
Schon seit bald zwei Jahrzehnten ist das italienische Kollektiv Kinkaleri auf Europas Bühnen zu Hause. Ebenso kontinuierlich forscht die Gruppe – zusammen mit Raffaello Sanzio als die älteste ihrer Art in Italien – an der Dekonstruktion des Sprachlichen, immer in der Absicht, die Grenzen der Genres zu sprengen. Auch ihr jüngstes Projekt, «All!», beschäftigt sich...
Es gibt ihn, den «guten Schmerz». Man nennt ihn auch den «ehrgeizigen Schmerz». Er zeigt an, wann man Grenzen überwindet, der Körper zu neuen Ufern aufbricht, alte Routinen ersetzt werden, neue Erfahrungen entstehen. Fast jeder Tänzer ist besessen von solcher Schmerzerfahrung. Sie verschiebt das Limit der Belastbarkeit. Sie zeigt, dass man besser wird. Sie ist das...
Kathryn Bennetts, Stuttgart haben Sie als Tänzerin erlebt. Zu Forsythe-Zeiten waren Sie Ballettmeisterin in Frankfurt. 2005 gingen sie als Direktorin ans Koninklijk Ballet van Vlaanderen in Antwerpen. Drei unterschiedliche Städte, drei unterschiedliche Kompanien, drei unterschiedliche Positionen, die zwangsläufig ganz unterschiedliche Erfahrungen ermöglichten –...
