Schulterschluss
Shahar Binyamini, Sie haben gerade im Rahmen eines Doppelabends ein Stück für das Ballett des Staatstheaters Saarbrücken choreografiert.
Ja, und zwar in Anlehnung an die Gaga-Methode von Ohard Naharin, die mich sehr geprägt hat.
Jenseits des Theaters tanzen Sie sogar mit Zellforschern, am Weizman Institute in Israel. Das Projekt ist so ungewöhnlich wie der Titel: «Tnuda». Was bedeutet das?
Das ist eine Kombination aus zwei hebräischen Wörtern: Tnua heißt Bewegung und Madda heißt Wissenschaft.
Sie arbeiten mit dem Stoffwechsel-Forscher Atan Gross. Wie fanden Sie zueinander?
Sein Hauptinteresse ist der Prozess der Apoptose, also der Selbstmord der Zellen. Er versucht, den genauen Grund zu finden, warum Zellen beschließen, sich selbst zu zerstören. Ich hatte Biologie als Hauptfach, bevor ich sehr spät begonnen habe, Tanz zu studieren. Bei Atan war es andersrum, er wollte Tänzer werden und entschied sich dann für die Biologie. Wir haben uns in der Mitte getroffen. Wir haben eine ganz spezielle Gruppe von Menschen versammelt: Alle Mitglieder seines Instituts tanzen.
Sie tanzen über den Selbstmord der Zellen?
Das können wir nicht, das wollen wir nicht. Uns interessiert, wie die ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Tanz Juni 2018
Rubrik: Praxis, Seite 72
von Angela Reinhardt
Dreimal Maurice Ravel, drei verschiedene Choreografen, eine Kompanie – so sieht die Formel von «Boléro» aus, das in den Landesbühnen Sachsen in Radebeul seine Uraufführung hatte. Wobei die Formel nicht ganz stimmt, da sowohl Igor Kirov (Balletdirektor des Kroatischen Nationalballetts) als auch Michele Merola (Leiterin der MM Contemporary Dance Company) auf einen...
Mehr als ein Jahr lang wird ab September 2018 der einhundertste Geburtstag von Merce Cunningham gefeiert, und das weltweit: Insgesamt 60 Organisationen und Tanzkompanien beteiligen sich am Centennial, bei dem auch ältere, lange nicht mehr aufgeführte Werke gezeigt werden sollen. Neben Neueinstudierungen sind Filmvorführungen aus dem mittlerweile gut gefüllten...
Die Zürcher Hochschule der Künste offeriert ab Herbst den Studiengang «Master of Arts ZFH – Dance» mit den zwei Praxisfeldern «Choreography» und «Teaching and Coaching Dance Professionals». Der Studiengang richtet sich also an Tänzerinnen und Tänzer, die sich in Richtung Choreografie weiterentwickeln möchten oder aber in Richtung Trainings- und Probenleitung. Beide...
