schule zur zweisamkeit
Nora Kimball-Mentzos und Marc Spradling haben beide über viele Jahre die wichtigsten Partien des klassischen und neoklassischen Ballett-Repertoires verkörpert und intensiv mit William Forsythe und dem Ballett Frankfurt zusammengearbeitet. Heute unterrichten sie vor allem an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main. Im vergangenen Jahr haben sie bei der 3. Ausbildungs-Biennale einen Partnering-Workshop geleitet.
Aber wie funktioniert so etwas eigentlich?
Nora Kimball-Mentzos und Marc Spradling, wenn Sie Partnering unterrichten, sprechen Sie dann erst einmal darüber? Bringen Sie so etwas wie die Grundlagen, Elemente, die historische Entwicklung ins Gespräch?
Nora Kimball-Mentzos: Zum Thema «Pas de deux» gibt es im Grunde nur wenig Literatur. Was wir haben, sind einige Videos, ein paar Bücher, hauptsächlich über russische Technik und die Grundlagen des Partnering, die man natürlich schon verstanden haben muss. Denn selbst wenn man sich mit zeitgenössischem Ballett befasst, geht es ja immer noch um das Verhältnis zweier Menschen zueinander, um den Raum, den beide für sich und miteinander benötigen, und natürlich auch um den Faktor Vertrauen. Dieser ist ...
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Tanz Oktober 2013
Rubrik: praxis, Seite 66
von Edith Boxberger
Belgiens Performance-Szene hat einen neuen Liebling: Miet Warlop heißt die junge Frau, die sich frech, anarchisch, unanständig derzeit auf Europas Festivalbühnen austobt. Ihr jüngster Streich mit dem innovativen Produktionshaus Campo aus Gent, «Mystery Magnet», explodiert vor den Augen wie ein Comicstrip.
Warlop ist bildende Künstlerin, entsprechend dynamisch...
Wer einen Roboter anschaut, erblickt kein Objekt, sondern ein Konzept. Die Morphologie ist schließlich überraschend stereotyp: Im Idealfall ähnelt das Kunstgeschöpf dem Menschen, so weit es irgend geht. Denn nur ein anthropomorpher Automat wird nicht zur bloßen Maschine degradiert. Schließlich haben wir ein kompliziertes Verhältnis zur künstlichen Intelligenz. Wir...
newcomer_________
adam linder
«Context rules everthing around me.» Adam Linder schwingt den Besen. Er befreit die Bühne von allem, was über sie gegangen oder getanzt ist, um danach einen sinnlich-parodistischen Diskurs anzuzetteln. Was sagt uns der Rap als Antwort auf das Theater und dessen festgefahrene Erzählformen? Das fragt der in Berlin lebende Australier in...
