rückzug: betsy gregory
So sieht Kahlschlag aus: 2014/15 wird der britische Arts Council fast ein Viertel seines Budgets einbüßen. Die einflussreiche staatliche Förderorganisation muss dann mit 350 statt 450 Millionen £ auskommen, weshalb kulturelle Einrichtungen landauf landab schon jetzt Proteststürme entfachen. Hunderte von Museen, Galerien und Theatern befürchten nicht nur eine existenzgefährdende Kürzung öffentlicher Zuwendungen, sondern auch den Rückzug privater Mäzene im Zuge der Wirtschaftskrise.
Der Schriftsteller und Regisseur Stephen Fry brachte die Empörung auf den Punkt, als er am Rand einer Preisverleihung erklärte, dass sich Kunstwerke nicht «wie Kartoffeln oder industrielle Güter» vermarkten ließen.
Diese Erfahrung kann Betsy Gregory, Leiterin des Dance Umbrella-Festivals, vermutlich bestätigen. Bereits 2012 hat sie eine knapp 40-prozentige Etatabschmelzung hinnehmen müssen, was nur mit einem großflächigen Rückbau des Programmangebots abzufangen war. Vom 1978 gegründeten, wichtigsten britischen Tanz-Gipfel ist damit nur noch ein Hügelchen übrig – das Betsy Gregory alsbald verlassen wird. Die seit sieben Jahren amtierende Tanzschirm-Chefin hat ihren Rückzug angekündigt, auch wenn die ...
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Tanz Januar 2013
Rubrik: menschen, Seite 30
von Dorion Weickmann
Geblendet, schließt der Zuschauer erst einmal die Augen. Kaum dass er sie wieder öffnet, sieht er sich konfrontiert mit einer anderen Welt. Die Bühne ist eingedunkelt, der Boden spiegelglatt. Von hinten fällt das Licht wie gefiltert auf unzählige Silberkabel, an denen Myriaden von Mikrofonen hängen. Vielfach geschichtet, wirkt die Installation von Anette Hachmann...
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Mit Begeisterung erzählt die amerikanische bildende Künstlerin Sharon Lockhart im Thyssen-Bornemisza Art Contemporary-Atelier in Wien von ihrer persönlichen Entdeckung: Während einer Forschungsreise durch Israel stößt Lockhart 2008 in Holon, im Ballungsraum von Tel Aviv, auf den Nachlass der kurz zuvor verstorbenen, charismatischen Tänzerin, Choreografin und...
