Quasar CIA. De Dança: «It Could Only Be with You»
Wie schön es ist, an der Liebe zu leiden. Elis Regina mochte Tom Jobim nicht, den Superstar der brasilianischen Musikszene, Miterfinder des Bossa nova und Schöpfer des Girls von Ipanema. Trotzdem machten beide, Sängerin und Komponist, eine Platte zusammen, 1974. Eine wunderbar alterslose Musik. Sie kommt in kleinen Wellen, nie als Orkan. Reginas Stimme spaziert leicht dahin, tut gerade mal das Nötigste, um gehört zu werden, ganz pur; und die Musiker, mal Klavier, mal Streicher dazu, bereiten ihr dezent den Weg.
Der Rhythmus schlurft locker, es ist der Beat der weichen Knie – genau auf der Kante zwischen Wallung und Versinken. Nun kommt noch ein Brasilianer und tut Tanz dazu. Das ist eigentlich nicht nötig, und doch findet er genau den richtigen Dreh: «It Could Only Be with You».
Wie Elis Regina singt, in weichem Brasilianisch, von Liebe, Einsamkeit, vom Regen im März, vom «könnte», und doch dabei zu lächeln scheint, so ist das eben, statt zu schreien, so lässt Henrique Rodovalho seinen Tänzern den Abstand. Eine gewisse Luftigkeit, die wie ein Nebel überm Boden tollt. Ganz in Weiß, in plissierte, weiche Stoffe sind die sechs gekleidet, dem Alltag etwas entrückt und barfuß. ...
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