Politische Körper
Politische Körper bringt Yvonne Hardt für den Ausdruckstanz der Weimarer Zeit ins Spiel und leistet damit die fällige Erweiterung der Diskussion von Tanz und Politik über den Nationalsozialismus hinaus. Selbst Tänzerin, läuft ihre Analyse zu Politische Körper. Ausdruckstanz, Choreografien des Protests und die Arbeiterkulturbewegung in der Weimarer Republik entlang körperpolitischer Aspekte wie Rhythmus und Tanzpantomime, womit sie einen bewegungsimmanenten anstelle eines gesellschaftsideologischen Blicks auf die beschriebenen Protagonisten versucht.
Dies gelingt überzeugend im zweiten Teil über Bewegungs-Chöre und Massentanz, verliert sich aber in der ersten Buchhälfte etwas, wenn Tänzerchoreografen wie Jean Weidt, Kurt Jooss oder die weniger bekannte Jo Mihaly vorgestellt werden. Reflektiert werden die wechselseitigen Einflüsse von Arbeiterbewegung und Tanz. Spannendes Nebenprodukt ist dabei die Darstellung der damals sehr breit geführten intensiven ästhetischen Debatten etwa zur Interdisziplinarität im Tanz, wie sie heute noch aktuell sind. Die Autorin zeichnet insgesamt ein differenziertes und materialreiches Bild der Ausdruckstanzkunst und ihrer linkspolitischen ...
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... und andernorts. Je mehr man sich in die Märchenwelt seiner Kindheit vertieft, desto weniger vertraut erscheint sie. Die Erinnerung trügt, und nicht eine einzige Figur verhält sich so, wie wir’s aus Grimms Geschichten kennen. Selbst das Böse, von Masa Kolar kraftvoll verkörpert, ist nicht mehr das, was es war, und verkehrt sich zeitweilig ins Gegenteil....
Die Welt hat wieder einen großen Choreografen verloren, und wieder ist eine Kompanie ohne Führung. Damit wiederholt sich die gleiche Situation wie 1973 in Stuttgart, als John Cranko starb.
Ich glaube, die glücklichsten Momente seines Lebens hatte Uwe Scholz, als er noch Tänzer und Choreograf beim Stuttgarter Ballett war und Maurice Béjart nach Stuttgart kam, um...
Beim NDT II, der Junior-Kompanie des Nederlands Dans Theater, sind 16 Tänzer engagiert, je acht Damen und Herren. Der Japaner Shusaku Takeuchi, in Den Haag kein Unbekannter, spannt alle 16 vor den Karren. Für sein 38-Minuten-Stück «Caterpillar», mit dessen Uraufführung NDT II einen «Rush» überschriebenen Vierteiler eröffnet, steckt er die Frauen in lange, bunte...
