Platzen vor Wut
Merce Cunningham hatte es schon geahnt, damals im November 2001, zwei Monate nach den Terroranschlägen auf die Twin Towers. Weil er ja immer in die Zukunft blickte, schauderte ihm gehörig, und er mutmaßte, dass sich in der Welt etwas zusammenbraut, was auch die Tanzlandschaft verändern würde. Nur wie oder was genau, das konnte auch er nicht vorhersehen. Heute sind wir schlauer. Denn aus dem Chaos entstanden zwei parallele Ketten von Ursachen und Wirkungen – die eine hieß das politische Chaos, die andere das wirtschaftliche.
Bushs Anti-Terror-Gesetze, der Irak-Krieg, Kulturkonflikte, Attentate. Dazu die verstaubte Wirtschaft in den Trümmern des World Trade Center. Für die erfanden Bush und Greenspan den zweiten Teil ihres Hexencocktails. Sie lockerten alle finanzpolitischen Zügel. Das Ergebnis war eine ungeheure Spekulationsblase, deren Zerplatzen die aktuelle Megakrise in die Welt zauberte. So schuf der Amoklauf der Washingtoner Neocons gleichzeitig geopolitische und soziale Spannungen, Budgetkrisen, Terrorangst, schwarz-weiße Karikaturen von Weltbildern, Populismus, Xenophobie, auch Misstrauen gegenüber Künstlern sowie den Zusammenbruch zahlreicher Kulturstiftungen. Wer will noch ...
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Katharine Sehnert erhält am 7. Dez. den Kölner Ehrentheaterpreis 2009 im Haus der SK Stiftung Kultur in Köln. Hier lebt die Tänzerin und Pädagogin seit 1982, wurde bekannt durch ihre Reihe «MultiArt» und musste 2003 ihren «Tanzraum» aus finanziellen Gründen schließen. Dass sie als erste Vertreterin des Tanzes den Preis erhält, ist später Lohn für die bei Mary...
Ausgeschrieben II.
Das Hochschulübergreifende Zentrum Tanz an der UdK Berlin und der Hochschule für Schauspielkunst «Ernst Busch» nimmt wieder Studierende auf. Interessenten bewerben sich für den Studiengang BA Zeitgenössischer Tanz, Kontext, Choreografie bis zum 23. Jan., für
den Studiengang MA Choreografiebis zum 8. Jan. (beide starten im Wintersemester 2010):
udk...
Das war nicht nur gefährlich, sie benötigten auch ein paar Tugenden, um zu überleben: Mut, Erfahrung, die Fähigkeit, geräuschlos zu kommunizieren und ähnliche Eigenschaften. Aber spätestens im alten Rom setzte sich die Meinung durch, dass ein Anführer nur deutlich genug Kommandos geben, auf die Untergebenen einen gewissen Druck ausüben und seine Autorität dadurch...
