persönlich
Newcomer Jonah Cook
gehört zu denjenigen, die auch unter Igor Zelensky (S. 26) weiterhin dem Ensemble des Bayerischen Staatsballetts angehören werden: als ein Allrounder und als solcher bei ganz verschiedenen Choreografen beliebt. Auch bei Richard Siegal. Dessen Kreation «Model», uraufgeführt bei der «Ruhrtriennale», war die dritte Produktion des Amerikaners‚ bei der Cook lässig und doch rhythmisch pointiert seine langen Gliedmaßen schwang.
Cook schätzt Siegals enorme Musikalität, findet dessen Bewegungssprache aber ziemlich kompliziert: «Es dauert eine Weile, bis man das in seinen Körper hineinkriegt», sagt er. Die stilistische Vielfalt, wie sie im Bayerischen Staatsballett bislang gepflegt wurde – Cunningham, Maliphant, Wigman – ist ein Ausgleich zum Ballett. «Ich wollte nie ein Prinz sein», sagt er. Ihn interessiert die Verwandlung, beim Ballett beflügeln ihn mehr die hohen technischen Anforderungen. Wichtig ist ihm auch die intellektuelle Durchdringung einer Rolle.
Der 23-jährige Engländer ist eine Erscheinung – hochgeschossen, leger, schmales Gesicht, rotes Haar, wasserblaue, murmelrunde Augen: ein Renaissance-Jüngling mit angesagtem Undercut. Geboren wurde er in Bristol, ...
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Tanz Dezember 2015
Rubrik: Menschen, Seite 24
von
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