persönlich
newcomer: louis stiens
Sich ihn als Sancho Pansa vorzustellen, fällt einigermaßen schwer. Louis Stiens ist jung, gerade mal 22 Jahre alt, und keinesfalls dazu veranlagt, einmal einen Bauch vor sich her zu tragen. Doch wozu ist man seit 2011 schließlich Mitglied des Stuttgarter Balletts? Um Erfahrungen zu sammeln für später, wenn man vielleicht selbst einmal ein Ballett wie «Don Quixote» choreografiert. Also schnallt sich Stiens, gertenschlank, einen Latz um, lässt den Schalk aus den Augen blitzen und ist seinem Herrn so zu Diens-ten, wie der es von ihm erwartet.
Wie gesagt, Louis Stiens ist Tänzer – und das, obwohl der Vater einen solchen Berufswunsch für seinen Sprössling eigentlich ausgeschlossen hat; laut zählende Tänzer sind dem Gitarristen ein Gräuel. Doch Talent lässt sich nun mal nicht unterdrücken, und nachdem sich in der rhythmischen Sportgymnastik seine Bewegungsbegabung herausstellt, überantworten ihn die Eltern der Heinz-Bosl-Stiftung. Dort erhält er unter Konstanze Vernon eine solide Ballettausbildung, macht nebenher am Städtischen Abendgymnasium für Berufstätige das Abitur und wechselt 2009 nicht zuletzt deshalb an die Ballettakademie der John-Cranko-Schule Stuttgart, ...
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Tanz Juli 2013
Rubrik: menschen, Seite 28
von
salzburg: sommerszene
Das Format dieses Festivals fasziniert jedes Jahr neu. Diesmal brechen Tanzkünstler zu einem Picknick auf, wie es einst schon vom Adel als Protest gegen seine allzu formellen Tischsitten veranstaltet wurde. Und heute: gegen allzu formalisierte Rituale des Hockens im Theater. Die tolldrastischen Rabtaldirndln laden zur Wallfahrt auf den...
Das kann nur der Walzer. Den Himmel über der Erde verspricht er diesem unverschämt glücklichen Paar aus Shanghai. Sie, Xie Guinü, 71, und er, Zhang Qiwen, 72, tanzen seit mehr als 20 Jahren Wiener Walzer. Das passt perfekt zur Premiere bei den «Wiener Festwochen». Sie schwebt im blütengelben Kleid und aufwändig frisiert, er dreht sie im eleganten Smoking: zwei...
Sie träumt vom Tanz ins große Glück und muss die Gemeinheiten jener erdulden, die ihr nichts Gutes wollen. Im Ballett hat Aschenputtels märchenhafter Aufstieg stets auch etwas von «Black Swan». Im Märchen selbst aber wird das Mädchen von einer guten Fee beschützt, samt Happy End. Der Choreograf Thierry Malandain in Biarritz ist kein Freund des Grimmigen, selbst...
