omar rajeh
Wer sind diese Leute, die in der riesigen arabischsprachigen Region das Fähnlein des zeitgenössischen Tanzes hissen? Es sind nicht viele, aber es werden mehr. So begeisterten sich etliche von ihnen 2009 für die Idee eines Verbands, der ihre Belange vertreten, sie alle sichtbarer und auffindbar machen, Informationsaustausch und Dokumentation fördern und dann auch die arabische Tanzplattform tragen soll. Nun sitzt deren Gründer während der zweiten Ausgabe 2011 in seinem Studio und sagt: «Vielleicht braucht es noch Zeit; wir fangen eben klein an.
» Zum Treffen sind nur vier Kollegen erschienen. Omar Rajeh ist allerdings schon das Netzwerk in Person. Vor einem Jahr reichte er die Papiere bei der Verwaltung in Beirut ein, um den Verband zu gründen. Lieber lange auf die Registrierung warten, als damit nach Europa auszuweichen, entschied er. Das ist typisch für ihn und die junge Szene: der Wille, sich nicht kleinkriegen zu lassen. Sich nicht zu ducken.
Rajeh, Jahrgang 1975, hat in Europa studiert, wie viele seiner arabischen Tanzkollegen. Er ging an die University of Surrey, mit seinem Beiruter Diplom in der Tasche. Erst in Büchern des Goethe-Instituts allerdings war er auf ...
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Tanz Jahrbuch 2011
Rubrik: Die Hoffnungsträger, Seite 150
von Melanie Suchy
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