Ohne Atem
Jérôme Bel, Choreograf und Tanzdenker, entdeckte bei einem Aufenthalt in Thailand Pichet Klunchun. Jetzt präsentiert er sich mit ihm auf einschlägigen Festivals wie demnächst in Montpellier und Salzburg, um mit ihm über die Kunst zu reden, wie er es vorher mit einem niederländischen Theatermann und einem italienischen Musiker tat. Bei seiner eigenen Vorstellung spricht Klunchun nicht. Er tanzt. Nach Europa geholt hat ihn Frie Leysen zu ihrem KunstenFestivaldesArts nach Brüssel.
Was der energischen Festivalleiterin an Pichet Klunchun wohl gefallen hat, überträgt sich auf seine Zuschauer: die hochkonzentrierte Energie mit geradezu hypnotischer Wirkung. Sie ist wohl seinem Studium des Khon zu verdanken, das er seit seinem 16. Lebensjahr betreibt. Khon ist eine der beiden wichtigen klassischen Tanzformen ihn Thailand, eine dramatische Kunst, ein Maskenspiel streng kodifizierter Bewegungen, die dem Akteur höchste Körperbeherrschung abverlangt. Dass diese Bewegungen seine Choreografien weitgehend bestimmen, kann auch der Laie erkennen. Aber sie sind nur die Basis für etwas Neues, anderes.
Bei Pichet Klunchun ist es, anders als bei Künstlern aus anderen fremden Kulturen, egal, dass man ...
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Slowly rotating, reflecting the auditorium and yet remaining almost invisible, the huge disc immediately captures our attention. Sethzman is using the disc, placed at the left-hand side of the stage, to manipulate the dimensions of the stage. Andersson’s clear cut and precise movement language increases the stature of the dancers, making their movements as striking...
Koza Tamdogan ist die neue Geschäftsführerin des Tanztheaters Wuppertal. Sie war 18 Jahre beim Istanbul International Festival im Management tätig, lernte Pina Bausch bei deren Gastspielen in Istanbul kennen, war in die Koproduktion «Nefés» von Pina Bausch involviert und wird vom 1. August 2005 an den bisherigen langjährigen Geschäftsführer Matthias Schmiegelt...
Der Versuch Martin Stiefermanns, den lieben Gott zu spielen mit seiner Tanzkompanie Oldenburg und Kollegen aus New York, Luzern, Osnabrück, Groningen, Kuba und Mannheim, um den Dekalog in tanztheatralischen Essays zu kommentieren, wurde vom Allmächtigen gnädig geduldet. Das Projekt erwies sich als geglückter Schöpfungsakt. Was in einer stilistischen Melange...
