«Niemand lernt hier tanzen, aber alle können es»
Burkina Faso ist ein kleines Land in Westafrika, ohne Bodenschätze, ohne Safariparks, ohne Tourismus, weil es nichts Spektakuläres gibt – das macht es so sympathisch. Die Menschen sind schön und freundlich, aber es fehlt an allem, «das Land der Anständigen», so die Übersetzung des Namens, das als Kolonie Obervolta hieß, ist eins der ärmsten Länder der Welt. Aber die Kultur blüht.
Die Hauptstadt Ouagadougou richtet alle zwei Jahre das wichtigste Filmfestival des Kontinents aus: FESPACO und hat eine kleine, hochkarätige nationale Filmproduktion.
Im Centre Culturel Français trifft sich, was Künstler ist oder sein will. Dort soll noch in diesem Jahr, inch’Allah, ein Centre de Développement Chorégraphique errichtet werden, mit regelmäßigen Aufführungen, Workshops, Proben- und Trainingsmöglichkeiten. Hinter der Initiative steckt Salia nï Seydou, die renommierte Tanzkompanie, die mehrfach in Europa aufgetreten ist, zuletzt beim InTransit-Festival in Berlin.
Ich treffe deren Mitbegründer Salia Sanou kurz vor seiner Abreise zu einem Solo-Gastspiel in Papua-Neuguinea. Es ist einer dieser Tage, wo Ouagadougou unerträglich ist: zu heiß, zu stickig, zu viel Smog, zu staubig. Besonders letzteres ...
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Kleine Jungs saßen mal haufenweise vor dem Fernseher und schauten eine «Sportart» namens Wrestling. Jedes Feuilleton erwies diesem Theater der martialischen Kraftprotze seine Referenz, das man in Mexiko Lucha Libre nennt. Janina Möbius hat ihre Dissertation Und unter der Maske ... das Volk diesen maskierten Gladiatoren gewidmet. Den Theatersport beschreibt sie als...
Von Göttlichkeit nicht die Spur, auch wenn Maurice Béjart für Marcia Haydée einst ein Greta-Garbo-Ballett namens «Divine» geschaffen hat. «Ich bin ein ganz normaler Mensch, keine Ikone», sagt die ehemalige Ballerina und Direktorin des Stuttgarter Balletts am Ende eines ausholenden, gleichwohl einfühlsamen Gesprächs. «Und das will ich auch weiterhin bleiben.» Kein...
