Newcomer
Olle Strandberg war 19 Jahre alt und Student der Tanz- und Zirkushochschule DOCH, als er sich in Stockholm bei einem Sprung das Genick brach. Er erinnert sich: «Alle standen um mich herum, niemand durfte mich berühren. Es war so still, man konnte eine Stecknadel fallen hören. Bis ich merkte: Ich kann meinen Körper nicht fühlen.» Olle Strandberg steht heute aufrecht, wie unbeschadet. Er hat die Querschnittslähmung besiegt. Seine aktuelle Inszenierung am Chamäleon-Theater in Berlin, «Underart», nennt der 30-jährige Choreograf eine «Ode to a crash landing».
Strandbergs Leben steht ganz im Zeichen seiner Heilung. Anderen vor und nach ihm war sie nicht vergönnt. Ihnen will er nun einen sensationellen Sturz widmen, erzählt er, in Berlin, von einer Plattform aus, die unter einem Heißluftballon hängen und auf etwa einen Kilometer Höhe aufsteigen soll. Jeder, der seine Facebook-Seite «radicalcircus» teilt, so versichert er ohne die Miene zu verziehen, lässt die Höhe wachsen, von der aus er seinen Sprung absolvieren wird. Derzeit steht der Höhenmesser auf gut 344 Metern.
Arbeitet sich Olle Strandberg – wie andere Künstler auch – am eigenen Überleben ab? So sieht seine aktuelle Inszenierung ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Tanz Dezember 2016
Rubrik: Menschen, Seite 30
von Arnd Wesemann
Der Regisseur Dominique Delouche brachte es auf den Punkt: Yvette Chauviré hat «den Tanz zu vollkommener Reinheit geführt, war darin Künstlern wie dem Maler Matisse, wie dem Dichter Racine vergleichbar.» Mit 99 Jahren ist die Tänzerin am 19. Oktober in Paris verstorben. In der Stadt, die ihr seit der Geburt am 22. April 1917 Heimat war.
Mit zehn Jahren wurde Yvette...
Möge das neue Jahr so dynamisch werden wie Ismael Lorenzos Aufnahmeserie vom Basler Ballett (bei biderundtanner.ch), alternativ so elegant wie Marco Goeckes «Nijinski», den Regina Brocke für den Kalender von Gauthier Dance porträtiert. Nur dort, d. h. im Theaterhaus Stuttgart, ist der Kalender erhältlich.
Das Ballett Augsburg posiert derweil als «Kunst-Werk-Tanz»...
Enthüllt: John Neumeier ist ab sofort im Foyer der Hamburgischen Staatsoper dauerhaft präsent – auf einem Porträt von Jochen Hein, das den Ballettintendanten im Format 180 mal 130 cm in Acrylfarben auf Jute zeigt. Das Werk ist eine Leihgabe der Elsbeth Weichmann Gesellschaft.
Neumeier-Schüler Ralf Dörnen, seit 1997 überaus erfolgreicher Direktor und Chefchoreograf...
