Nacho Duato: «Vielfältigkeit. Formen von Stille und Leere»
Das ist ein protestantischer Beginn: der Vorhang offen, die sparsam beleuchtete Bühne leer bis auf ein Objekt, das ein Notenpult sein könnte, tiefe Schwärze im Hintergrund, dazu die ersten Takte der Aria aus den «Goldberg-Variationen» von Johann Sebastian Bach. Ein Tänzer huscht herein, flext die Füße, zirkelt die Arme, andere folgen. Als seien sie seine imaginierten Geschöpfe, sieht ihnen Bach-Darsteller Marlon Dino (gepuderter Zopf, schwarze Kniehose) zu, bevor er an die Rampe tritt, sich verneigt und sich dem mittlerweile geschlossenen Zwischenvorhang zudreht.
«Zerreißet, zersprengt, zertrümmert die Gruft» brandet der Chor auf, während Bach versunken der Musik lauscht, bis der Vorhang aufgeht – und das Nummernballett beginnt.
18 Tänzer in sportiver Unisex-Unterwäsche, golden beleuchtet, jeder auf seinem Pulthocker. Sie springen, rennen, fiedeln und trompeten, wenn es musikalisch passt und Bach es dirigiert, manche reißen den Mund auf zum tonlosen Gesang. Schließlich nehmen sie ihre Hocker in die Hand und stürmen in die Kulissen. Applaus. Bach setzt sich. Eine Tänzerin mit Stab (Giuliana Bottino) kommt gemessenen Schritts herein. Sie platziert sich auf den Schoß des Komponisten, ...
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Für eine Entdeckung, und sei sie noch so entlegen, ist der Mann immer zu haben. «Vor ein paar Monaten», erzählt Jason Beechey, Leiter der Dresdner Palucca-Schule, «hat mir eine Mitarbeiterin einen Text in die Hand gedrückt. Darüber stand ‹Tanzabstraktion›, und das Ganze las sich absolut zeitgenössisch.» Beechey rätselte, wer wohl diese knappen Direktiven zu Papier...
Tanztheater Bremen
Für die Spielzeit 2010/11 sucht das Tanztheater Bremen/Urs Dietrich zwei professionelle männliche Tänzer mit guter klassischer und moderner Technik sowie Bühnenerfahrung. Anmeldung mit Lebenslauf bis 30. März bitte an das Tanztheater Bremen am Theater Bremen, Goetheplatz 1-3, 28203 Bremen oder an pstoeckemann@theaterbremen.de
Das Vortanzen findet...
ist eine von vier neuen Residenzchoreografen bei K3 auf Kampnagel in Hamburg. 2009 erhielt sie in Island für ihre Produktion «Humanimal» die Auszeichnungen «Dancer of the Year» und «Choreographer of the Year». Lea Martini war schon bei den Festivals «Julidans» in Amsterdam sowie «Freischwimmer» und «100° Berlin» (dort erhielt sie den Jurypreis 2007). Sebastian...
