nach gera: Silvana Schröder
Im Sommer 2001 hat der damalige Generalintendant René Serge Mund seine Ballettdirektorin vor die Tür gesetzt und damit nur seinen eigenen Rauswurf beschleunigt. Silvana Schröder, zuvor vier Jahre lang Solistin im Ballettensemble der Bühnen der Stadt Gera, verklagte ihren Chef und bekam vor dem Bühnenschiedsgericht Recht.
Inzwischen hat am Theater Altenburg-Gera Matthias Oldag als Generalintendant und Geschäftsführer das Sagen – und verpflichtet ab nächster Spielzeit die Schwester von Mario Schröder als Nachfolgerin von Ivano Iliev: «Für mich ist das wie ein Nach-Hause-Zurückkommen», meint Silvana Schröder, die ihre Berufung als ein «Geschenk» empfindet, weil sie allein aus künstlerischen Gründen erfolgt. Obwohl in der Zwischenzeit hauptsächlich in Dortmund, Dresden und Kiel als Choreografin und Opernregisseurin tätig, hat sie Gera nie wirklich verlassen.
Die drohende Insolvenz des Theaters ist zwar fürs Erste abgewendet, aber künftig heißt es in Gera wie in Altenburg: sparen. Silvana Schröder geht von zwei Premieren pro Saison aus. Auch wird das noch zu formierende Ballettensemble mit 24 Tänzern nicht verkleinert. Dass sie ein Jahr später wie ihr Bruder eine Leitungsposition ...
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