München
Warum sollte sich etwas ändern? Es läuft doch alles. Konstanze Vernon, bis 1980 siebzehn Jahre lang Ballerina an der Bayerischen Staatsoper, Gründerin des Bayerischen Staatsballetts und dessen Chefin von 1988 bis 1998, wird aus Altersgründen emeritiert. Auch wenn ihr Nachfolger für die Professur in Ballettpädagogik an der Ballettakademie in München bereits ausgeschrieben ist, wird sie weiterhin die Fäden in der Hand behalten. Es wird ein Lehrer kommen, der ihren Titel erbt. Aber gemacht wird, was sie sagt.
Konstanze Vernon genießt, kulturministeriell beglaubigt, als Leiterin eines der größten Ballettausbildungsinstitute in Deutschland Narrenfreiheit.
Als sich in Berlin die gesamte deutsche Tanzwelt zum Tanzkongress traf, fehlt diese prominente Vertreterin der Ballettklassik. Konstanze Vernon probte in diesen Tagen mit ihren Studenten für die inzwischen traditionelle Bosl-Matinee in der Bayerischen Staatsoper, die sie wie immer auch selbst moderiert. «Ich lasse mir dann erzählen, was dabei rausgekommen ist», sagt sie. Den Einwand, beim Kongress käme es möglicherweise nicht auf ein Ergebnis an, hier ginge es vielmehr um Austausch, Kontakte und eine Standortbestimmung des Tanzes, ...
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Tanz August/September 2006
Rubrik: Schulen unter der Lupe, Seite 67
von Eva-Elisabeth Fischer
Eine Gruppe von sechs russischen Mädchen, in Weiß gekleidet, mit weißen Kränzen auf dem Kopf, ging im letzten Sommer schweigend mit großen weißen Kerzen in einen Bunker. Und verschwand. Eine Gruppe von sechs Mädchen unbestimmter Herkunft, gekleidet als Funkenmariechen, der rheinländischen Tanzfigur, tritt in diesem Sommer am 12. August hinter Bäumen hervor, am See...
Yehudit Arnon,
2005 verlieh Ihnen Horst Köhler das Bundesverdienstkreuz für ihre Pionierleistung, in Israel eine Tanzszene geschaffen zu haben. Sechzig Jahre zuvor wurden Sie aus Auschwitz befreit. Als Sie sich im KZ weigerten, zu Weihnachten für die Nazis eine Show hinzulegen, wurden Sie gezwungen, das Fest über barfuß im Schnee auszuharren. Und Sie schworen sich:...
An Audrey Hepburn kommt in Arnheim keiner vorbei. Nicht dann, wenn man wie John Bliekendaal in eben diesem Haus wohnt, in dem Edda Kathleen von Heemstra Hepburn-Rust (so der Name der nachmals berühmten Schauspielerin) vier Jahre lang ihren ersten richtigen Ballettunterricht erhielt. Winja Marova hieß ihre Lehrerin, und die war es auch, unter deren Ägide sich die...
