m¡longa
Da macht Sidi Larbi Cherkaoui, einer der international wichtigsten jüngeren Choreografen, ein Stück über den Tango, und wo wird es uraufgeführt? Wer nun im Kopf die einschlägig bekannten Tanzhäuser durchgeht, befindet sich auf dem Holzweg. Denn die Premiere fand an einem besonderen Ort statt, mitten in der Schweiz, nordöstlich von Lausanne, in einer 1000-Seelen-Gemeinde umgeben von saftigen Wiesen und fruchtbaren Feldern. Reine eidgenössische Idylle, weit weg von den Tangolokalen in Buenos Aires oder anderen Großstädten.
Hier, in Mézières, steht das scheunenartige, hölzerne Théâtre du Jorat: Es bietet 1000 Zuschauern Platz, wurde 1908 eröffnet und verzeichnet als ein herausragendes Ereignis seiner Geschichte die Uraufführung von Arthur Honeggers Oratorium «Le roi David» (1921).
In diese veritable Kunstscheune bittet Cherkaoui also zur Milonga. Unter einer Milonga verstehen Tangofans zunächst einmal die abendliche Tanzveranstaltung. Zur Milonga trifft man sich in einer Tanzbar, um eben Tango zu tanzen, aber auch die Milonga – einen anderen, schnelleren südamerikanischen Tanz. Es herrschen gewisse Regeln: Nach althergebrachter Sitte fordert der Mann die Frau auf, und er bringt sie ...
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Tanz Juli 2013
Rubrik: produktionen, Seite 14
von Klaus Kieser
Berlin, Akademie der Künste, Hanseatenweg, adk.de
«re.act.feminism #2 – a performing archive», Archiv- und Arbeitsstadion mit mehr als 250 Film-, Video- und Foto-Dokumenten der feministischen, genderkritischen und queeren Performancepraxis. Bis 18. August
Kassel, Museum für Sepulkralkultur, sepulkralmuseum.de
«tanz & tod». Bis 8. September
Köln, Deutsches Tanzarchiv...
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monte carlo: ekman/johannessen: «rondo», «blind willow»
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