Master Class auf DVD: Hannah in Paris
Natürlich lässt man auch im Ballett der Dame den Vortritt. Deshalb gibt’s die Sprung-Variationen mit Antoine Kirschner hier erst als Bonus-Material. Das Hauptaugenmerk von Andrey Klemm gilt Hannah O’Neill, schließlich heißt seine neueste DVD ja nicht ohne Grund «Hannah in Paris».
Schritt um Schritt führt der Ballettmeister der Pariser Oper (den man noch aus seiner Zeit mit dem Berliner Staatsballett in bester Erinnerung hat) die Première danseuse von der «Barre» über «Center» und «Saut» bis hin zu den «Pointes» durch eine 37-teilige Master Class, die jedem Programmpunkt volle Aufmerksamkeit schenkt. Mal in Englisch, mal in der Ballettsprache Französisch sagt Klemm, was Sache ist – und jedes Mal wirkt Hannah im wundersam erhellten Ambiente der Rotonde- Zambelli nach seinen Korrekturen noch lichter und leichter, als sie -ohnehin schon ist. Immerhin hat sie 2009 bereits den «Prix de Lausanne» gewonnen, und seit ihrem «Schwanensee»-Debüt 2015 gilt die Neuseeländerin aus Tokio als einer der großen Hoffnungsträgerinnen der Pariser Oper.
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Tanz Januar 2020
Rubrik: Praxis, Seite 64
von Hartmut Regitz
Musicals
Sie erfreuen sich beim Publikum allergrößter Beliebtheit, gelten aber als künstlerische Federgewichte. Sind Musicals noch zeitgemäß? Fragen wir angesichts einer neuen «West Side Story», die Anne Teresa De Keersmaeker und Ivo van Hove am Broadway herausbringen Szene aus «West Side Story»
Annabelle Lopez Ochoa
In Brüssel als Tochter einer belgischen...
Eigentlich hieß er Rezső Laban de Váralja. Aber erst unter dem Namen Rudolf, bzw. Rudolf von Laban wurde er zum Mitbegründer des deutschen Ausdruckstanzes und zu dem scharfsinnigen Tanztheoretiker, dessen Bewegungs- und Raumanalysen vor allem William Forsythe nachhaltig beeinflusst haben. Gelehrt und gebraucht wird nach wie vor seine Kinetografie, die unter dem...
Giselle
Es ist ja nicht so, dass das Moskauer Bolschoi einen Mangel an «Giselle»--Versionen zu beklagen hätte. Seit 1986 war Yuri Grigorovichs Fassung in -regelmäßigen Abständen zu besichtigen, 1997 gesellte sich noch Vladimir -Vasilievs Interpretation hinzu. Trotzdem sah Ballettchef Ma-khar Vaziev nach zwanzig Jahren Ergänzungsbedarf – und beauftragte einen...
