Martin Zimmermann, Dimitri de Perrot: «Chouf ouchouf»
Was stellen zwei Schweizer und zwölf Marokkaner auf die Beine, wenn sie sich nur mit Händen und Füßen verständigen können? Sie machen Zirkus. Obwohl die beiden Regisseure das nicht gern hören. Martin Zimmermann und Dimitri de Perrot choreografierten in Tanger zum ersten Mal ein Stück, in dem sie nicht selbst auf der Bühne stehen. Sonst spielen sie lieber selbst groteskes, virtuoses Körpertheater, konzeptuell, aber unterhaltsam. Jetzt führen sie Regie für die Groupe acrobatique de Tanger und freuen sich, wie zehn Jungen und zwei Mädchen sich als Komiker entpuppen.
Die entdeckten während der Proben zu «Chouf ouchouf», dass sie durchaus zu komplexeren Darbietungen fähig sind, als Pyramiden zu bilden.
Tatsächlich bringen sie eine Menge Energie mit, gestählt im täglichen Überlebenskampf zwischen Akrobatik für Touristen und anderen Jobs. «Als wir die Gruppe das erste Mal trafen, sollten wir ihre Acts benoten. Sie dachten, es sei ein Casting», erinnert sich Zimmermann.
«Chouf ouchouf» ist ein Musterbeispiel für interkulturelle Zusammenarbeit. Alles Trennende und Verbindende traf drei Monate lang in konzentrierter Form aufeinander. «Oft genug hielten sie uns für meschugge, und wir sie ...
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