london: Royal Ballet: «Mixed Bill»

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Seit nunmehr zwei Jahrzehnten ist Frederick Ashton, der erste Chefchoreograf des 1931 gegründeten Royal Ballet, mit seinen Werken dortselbst betrüblich unterrepräsentiert. Kein Wunder, dass die Königlichen mit der Umsetzung seiner Bewegungssprache stilistisch hier und da ihre Mühe haben. So war etwa Ravels «La Valse» – Auftakt des Ashton-Potpourris, das im Februar am Royal Opera House gegeben wurde – spürbar unterprobt.

Weitaus kultivierter präsentierten Mara Galeazzi und Rupert Pennefather die «Meditation from Thaïs», und auch Emma Maguire und Valentino Zucchetti gaben eine mehr als achtbare Version des Strauss’schen «Frühlingsstimmenwalzers». Saties «Monotones II» wiederum wirkten eher unmusikalisch, weil Ashton von den drei Protagonisten das Verschmelzen zu einer Bewegungseinheit verlangt, was selbst die Traumbesetzung – Marianela Nuñez, Federico Bonelli und Edward Watson – nicht zustande brachte. Den Abschluss des Ashton-Querschnitts bildete «Marguerite and Armand» auf eine Klaviersonate von Franz Liszt – eine Choreografie, mit der Tamara Rojo in der ursprünglich für Margot Fonteyn kreierten (und seither wohl künstlerisch unerreichten) Rolle der Marguerite ihren ...

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Tanz Mai 2013
Rubrik: kalender und kritik, Seite 54
von Mike Dixon

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