leben, lachen, tanzen
Wenn ich mir auch nicht so ganz sicher bin, was mich choreografisch mit Anna Halprin verbindet, so hat die Begegnung mit ihr und die Beschäftigung mit ihrer Arbeit mir auf
alle Fälle Lebenswahrheiten gespiegelt und vermittelt – die zwar irgendwie bekannt sind, mich aber trotzdem zu echtem Nachdenken, vielleicht gar Umdenken angeregt haben.
Beispielsweise habe ich Annas «no judging»-Devise gleich in meinen aktuellen Proben angewendet. Und festgestellt, dass es ganz schön befreiend ist für alle, die Zwangsjacke der Bewertung (im Studio wie im Leben generell) abzustreifen.
Auch anderes habe ich mir gemerkt: «When you let go, there is always something coming your way», oder «peacemaking must become a community art». Dieser letzte Satz wirft doch sofort die Frage auf: Was bedeutet gesellschaftliche Verantwortung, was Gemeinschaft für uns? Und wie lässt sich beides herstellen?
Fragen wie diese haben mich ursprünglich auch dazu gebracht, das «Tanzfonds Erbe»-Projekt anzuschieben, das mich zu Anna Halprin führt: die Übertragung der «City Dances», die im San Francisco der 1960er und 1970er Furore machten und von ihr und ihrem Mann Lawrence – einem Architekten und Landschaftsplaner – ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Tanz Juli 2015
Rubrik: traditionen, Seite 58
von Stephanie Thiersch
Ein Blick zurück. Mitte der 1970er-Jahre entstand aus den Überresten einer Ballettschule in Düsseldorf die «Werkstatt für Tanz, Theater, Werken und Gestalten e. V». Wir verordneten uns ein Programm in voller Bandbreite: Modern und Jazz Dance, Tango, Tanztheater, Afrikanischer Tanz. Wir organisierten erste Festivals mit Busby Berkeley, Mitsutaka Ishii, Dollar Brand,...
Das Thema der Hochzeit wird in der neuen Ballettpremiere im Linzer Musiktheater aus zwei Perspektiven beleuchtet. Zwei Choreografinnen aus unterschiedlichen Kulturen und mit verschiedenen Tanzsprachen beschäftigen sich damit. Die Koreanerin Hea-Kyung Lee beruft sich in «Mae» auf eine überlieferte Geschichte, und zwar die des Thronfolgers einer alten Dynastie,...
Die Anfänge seiner Choreografien schiebt Jefta van Dinther gern lang sam aus einem Nullpunkt heraus: aus der Reglosigkeit, wie einst bei «It’s in the air» (2009), dem Duett des Schweden mit Mette Ingvartsen. Oder aus der Ununterscheidbarkeit der Performer vom streunenden Publikum bei «The way things go» (2011); und diesmal aus völliger Dunkelheit und Stille. Ein...
