kommentar

streit ums tanzhaus köln

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Nicht ein Tanzhaus wurde im Mai in Köln eröffnet, sondern ein «Tanzhaus interim» – was, so ist zu hoffen, ein großer Unterschied ist. Das Tanzhaus Köln ist ein ewig erträumter Sehnsuchtsort für die Kölner Szene, die seit Jahrzehnten mit dem Tanzteppich unterm Arm durch die Stadt zieht und Bürgerhäuser um Einlass bittet. Das «Tanzhaus interim» dagegen ist ein lokales PR-Manöver: ein Versuch, in kürzester Zeit größtmögliche Bekanntheit für zwei Hallen in Köln-Mülheim zu erreichen, die – wenn die Politik im Herbst zustimmt – das künftige Tanzhaus darstellen sollen.

Dafür hat man das Künstlerduo raum13, Anja Kolacek und Mark Leßle, engagiert: künstlerisch wenig überzeugend, aber stark in der Organisation, denn beiden ist es gelungen, innerhalb weniger Wochen die Backstein-Stahl-Glas-Hallen bespielbar zu machen. Sie verlegten Starkstromkabel, hängten Scheinwerfer, schlugen einen Notausgang in die Wand. Beachtlich. 
 

Doch ihr «Tanzgipfel» zur Eröffnung – er schrumpfte zum ­Hügelchen: Man bot knatschbunten Laienbauchtanz,  Samba, süße Kinder, jede erdenkliche Tanzrichtung aus dem wertvollen Bereich soziokultureller Bildung – nur der zeitgenössische Tanz blieb Marginalie. Denn die ...

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Tanz Juni 2010
Rubrik: menschen: kommentar, Seite 25
von Nicole Strecker

Vergriffen
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