Kleiner Jahresrückblick gefällig?
2019 haben wir uns richtig in Stellung gebracht: für die Vielen, gegen die Anderen. Ganz Europa müsse endlich Position beziehen, gegen China,- Trump und den Brexit. Wir sollen mehr Haltung annehmen: auf jeden Fall gegenüber Russland, Syrien, Iran und natürlich auch das Unmögliche wagen: das Klima retten, bestens dadurch, dass wir öfter in der Heimat bleiben. Die ganze Wortwahl – in Stellung bringen, Position beziehen, Haltung annehmen – klingt eher soldatisch disziplinierend und nur wenig solidarisch.
Man nennt sich die Vielen, man will zu denen gehören, die als Antirassisten, Queer- und Umweltfreunde aus der Reihe tanzen und dieser Wüstenbildung durch neue Diktaturen und einer normierten Monokultur irgendwie entkommen wollen.
Stellung, Position, Haltung: Das klingt nicht nach Tanzen. Und doch fing das Jahr so an, mit dem V-Day am Valentinstag, einer Tanzdemo in Frankfurt/Main. Seit 2012 findet hier ein Tanz um die Gleichberechtigung statt, die sich im Mai auch an den Münchener Kammerspielen und wiederholt im Berliner Gorki-Theater in einem wunderbar auf den Punkt choreografierten feministischen Chorwerk, «Jedem das Seine» von Marta Górnicka, manifestiert hat. Im Herbst dann: In ...
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Tanz Dezember 2019
Rubrik: Side Step, Seite 16
von Arnd Wesemann
Die NS-Propaganda setzte auf Massenevents und knüpfte dabei ästhetisch auch an Errungenschaften der Moderne an. Ein Beispiel ist der Regisseur Hanns Niedecken-Gebhard, der 1936 die Eröffnung der Olympischen Sommerspiele in Berlin inszenierte. Der prominente Theatermann machte Karriere im NS-Regime, wurde später Dozent der Theaterwissenschaft an der Universität...
Warum ist Bill für mich so wichtig und inspirierend?
Weil es unvorstellbar ist, wie der Tanz heute ohne ihn aussehen würde. Bill hat uns eine neue Dimension eröffnet.
Weil er imstande ist, seine Begabung in fassliche, berührende Aktion umzumünzen.
Weil er seine Arbeit gemacht hat, sie weiterhin macht und auch künftig machen wird.
Weil er Tänzerinnen, Tänzer und...
Charmaine Seet hat für ihre Schüler Lego-Installationen ikonischer Choreografien geschaffen, um ihnen die Meister und ihre Arbeiten vorzustellen. Begeistert waren nicht nur die Kinder in Sydney. Von der Profession selbst, von Tänzern und Choreografen weltweit gab es Beifall für die Idee, etwas «so Allgegenwärtiges wie -Lego zu verwenden, um eine sehr spezielle...
