Kirsten Seligmüller und Wibke Janssen
Kirsten Seligmüller und Wibke Janssen nehmen wieder Anlauf. Vor knapp drei Jahren feierten sie in der ehemaligen Berliner Zigarettenfabrik Garbáty die Gründung eines gewaltigen Probenhauses für den Tanz, das schließlich die Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch übernahm. Staat geht vor privat. Kein Problem für die beiden Betreiberinnen des kleinen Berliner Tanzzentrums Dock 11. Hinter dem Garbáty steht das Kulturhaus Pankow. Das erwarben sie nun im Erbbaurecht für 60 Jahre.
Schauen sie in ihren großen, baumbestandenen Park hinterm Haus, grenzt er – bestimmt kein Zufall – an den ehemaligen Garbáty-Fuhrpark, den sie gleich dazu pachten konnten: 38 x 38 Meter Studiofläche mit einem Säulenabstand von selten großzügigen 12,5 Metern, zu Deutsch: ein Probenort vom Feinsten. Als man auch noch die Bewilligung von Lottomitteln in Aussicht stellte, war die Sache geritzt. Berlin hat ab 2008 einen Tanzpark mit Riesenstudios, Remise und Restaurant. Sogar ein kleines Hotel ist dabei, damit Kompanien aus aller Welt hier proben können, samt Studios für die Franklin-Methode, Yoga und Pilates. Sogar eine Massage-Lounge oberhalb der Studios ist geplant, um von dort den Tänzern zuschauen zu ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Henning Paar, scheidender Choreograf in Braunschweig, erhält ein unschönes Abschiedsgeschenk. Die Kooperation des Staatstheaters mit dem wichtigen Festival Tanztheater international wird gekündigt, weil die Intendanz Geld mit einer Grand-Prix-Parodie verdienen will. Braunschweigs Kulturdezernent Wolfgang Lacny hat im Schloss einen Ersatzraum für das renommierte...
Mit elf Millionen britischen Pfund, zumeist aus Lottogeldern, erhält das Scottish Ballet unter der Leitung von Ashley Page ein neues Zuhause im renommierten Glasgower Tramway, dem größten schottischen Tanzhaus. Die drei neuen Probenstudios entstehen an einem Seitenflügel und sollen die derzeitige Residenz in einer ehemaligen Exerzierhalle der Armee ersetzen. Hier...
Ein Tanz, der aus der Eiseskälte kommt. Wie gefroren wirken die Gestalten, die sich unter die Teppichbahnen schieben: «Schläfer», die sich aus ihrer Haut schälen, um verwandelt über andere Lebewesen herzufallen. «Bakterien», so Christian Spuck in einem Interview, «die plötzlich mutieren, oder Heuschrecken, die unter der Erde hocken und sich unter bestimmten...
