jetzt neu: der tanzplan köln
Als die Kulturstiftung des Bundes ihre Partner vor Ort für den «Tanzplan Deutschland» suchte, war die viertgrößte Stadt in Deutschland nicht dabei. Köln stellte sich – zwischen Abschätzigkeit gegenüber der freien Szene und politischer Eigenbrötelei – als kein zuverlässiger Kandidat für Bundesgelder dar. Die Stadt hat das irgendwann gewurmt, ist dann vor Neid geplatzt und aufgewacht, denn seit dem 18.
Juli tut man hier alles, was fünf Jahre lang der Tanzplan vormachte: Man richtete eine Tanzkonferenz aus und stellte einen «Tanz-Entwicklungsplan Köln» vor, natürlich in Großbuchstaben, weil endlich gemeinsam: mit den Fraktionsvorsitzenden und kulturpolitischen Sprechern der im Rat der Stadt Köln vertretenen Parteien sowie der Initiative «Mut zu Kultur», KunstSalon Köln und nrw landesbüro tanz. Auch die Kölner Tanzszene selbst hat sich in ihrem think tank mittlerweile zu einem «Jour Fixe» zusammengerauft, um mit ihren gewählten Sprechern Achim Conrad, Klaus Dilger, Britta Lieberknecht und Ragna Kirck dieser offenbar ominösen Kunstform endlich ein paar Gesichter zu leihen: nach wie vor ein Schwachpunkt in Köln, denn Amanda Miller mit ihrer Kompanie pretty ugly ist längst ebenso über ...
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Tanz August/September 2011
Rubrik: menschen, Seite 60
von Arnd Wesemann
Ein Star ist sie sowieso, in doppelter Hinsicht: Als Sängerin und als ein Stern, der 1982 nach seiner Entdeckung «3772 Piaf» benannt wurde. Dass Édith Piaf «ihren Körper verlassen hat und auf ewig in diesem Asteroiden über uns ist», gefällt Mauro Bigonzetti. So inszeniert der Erfolgschoreograf aus Italien sein Ballett, als wäre «La Môme Piaf» eine Seelenverwandte...
Es geht auch ohne Worte: Im jüngsten Stück des französischen Regisseurs und Choreografen bleiben die Tänzer still. Sigal Zouk betritt die Bühne, in hellem Pulli, schwerem Rock, barfuß. Sie steht ruhig in der ersten Position, sie hebt und senkt den Kopf, öffnet die Hände, legt sie auf ihren Bauch, schließt ein Port de bras an, beugt die Knie, erhebt sich auf halbe...
Am 31. August wird er 64 Jahre alt und will, dass seine Asche ins Meer gestreut wird. In Hamburg arbeitet er mit Doris Dörrie gerade an «Don Giovanni», der den Tod zu Gast hat. Den Tod ihres eigenen Mannes verarbeitete Doris Dörrie im Roman «Das blaue Kleid», danach im Film «Kirschblüten – Hanami», als sie Tadashi Endo traf, den Butoh-Tänzer aus Göttingen, der um...
