Jenseits

Was Matrosen in einem gesunkenen U-Boot träumen – von Yvonne Pouget und Hélène Yousse

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Drei Tage lang schienen sie dem Tod geweiht. Umgeben von Dunkelheit, Kälte, erdrückenden Wassermassen am Grund des Pazifiks. Das Tauchboot Pris As-28 hatte sich in der Verkabelung einer unterseeischen Abhöranlage verheddert. Dann werden die sieben russischen Matrosen geborgen. Und können den Himmel wieder sehen: «Hoch oben weites Blau»! Unfall und Bergung gehen durch die Presse. Fakten, Zahlen.


yvonne pouget fragt dagegen: Wie ist es den Männern ergangen? Wohin gingen ihre Seelen in dieser ausweglosen Stahlbüchse unter dem Meer? Die Butoh-Tänzerin und Choreografin, die sich viel mit Traumaforschung beschäftigt, setzt zusammen mit der französischen Bildhauerin hélène yousse der posttraumatischen Belastung ein liebevoll poetisches Denkmal: Gewidmet der Rettung des unsichtbaren Soldaten und des Mädchens, das er an Land zurückgelassen hat.

Die Premiere von «Hoch oben weites Blau» ist am 26. Juni im Münchner
i-camp, www.i-camp.de, Tickets: +49-89-650000.
© Hélène Yousse

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Tanz Juni 2008
Rubrik: Jenseits, Seite 72
von Yvonne Pouget, Hélène Yousse

Vergriffen
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