Ioana Mona Popovici: «Luna Plina»

Tschechien

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«Wir sind aus solchem Zeug, wie das zu Träumen», schreibt Hugo von Hofmannsthal in einem seiner schönsten Mondgedichte. «Und Träume schlagen so die Augen auf wie kleine Kinder unter Kirschenbäumen.» Ioana Mona Popovici, das hat zuletzt ihr «Work in Regress» gezeigt, ist eine Choreografin, die sich mit offenen Augen ihre Tänze erträumt: bildkräftig und von einer etwas bizarren Bewegungsfantasie.

Das ist auch in ihrem jüngsten Stück nicht anders, in dem Eva, Atlas und der heilige Nikolaus zur mitternächtlichen Stunde aufeinandertreffen: drei Zeitreisende in einer luxuriösen Mini-Limousine, die einen steilen Abhang hinunterrast und ein steinernes Puppenhaus mit sich reißt. Das Land, in dem der Baum der Erkenntnis wächst, ist das Ziel der gemeinsamen Reise. Bevor sie dort von der verbotenen Frucht kosten können, ist der Apfel verschwunden. Ohne je zu erfahren, was gut ist und was schlecht in unserer Welt, erstarren die drei in der Düsternis ihres Denkens. Jan Benes McGadie, lange Zeit Tänzer und Techniker bei Déjà Donné, leuchtet sie nacheinander aus ihrer Finsternis heraus: Veronika Koleckárová, Jan Svec und Florian Tilzer, die einander in aberwitzigen Situationen begegnen. Man könnte ...

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Tanz Januar 2009
Rubrik: Der Kalender, Seite 48
von Hartmut Regitz

Vergriffen
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