in 3-D: Eric Gauthiers «threesome» in stuttgart

Tanz - Logo

«Im Prinzip braucht man nur zwei Kameras, die parallel in die Welt gucken», sagt Nikolai Vialkowitsch und schmunzelt, denn man hat ihn engagiert, weil es beim 3-D-Verfahren um mehr als nur ums Prinzip geht. Simpel gesagt, zeichnen zwei Kameras im Augenabstand für je ein Auge ein Bild auf.

Schon das ist ein grundsätzliches ­Problem. Die Objektive gängiger Kameras sind zu groß, um uns so nahe zu rücken. Also braucht es einen Trick.

Man stellt die Kameras übereinander und verwendet einen teildurchlässigen Spiegel, der die Objektive scheinbar so zusammenrücken ­lässt, dass sie dem Augenabstand von ­sechseinhalb Zentimetern entsprechen. Erst so entsteht der Effekt räumlichen Filmsehens.

Nikolai Vialkowitsch – seinem ­Namen zum Trotz ein Schwabe und im Badischen heimisch – bezeichnet sich als 3-D-Freak von Kindesbeinen an.

«Mit sechs», erzählt er, «habe ich ein Stereoskop geschenkt bekommen. Ich war fasziniert davon, wie einfach sich diese Räumlichkeit herstellen lässt und welche Wirkung diese Illusion erzeugt.»

Dass die Technik heute für «Kulturinhalte» taugt, also bestens für Inhalte, die mit Raum zu tun haben, davon ist der Regisseur und Gründer von parallax raumprojektion überzeugt. ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle tanz-Artikel online lesen
  • Zugang zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von tanz

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Tanz Dezember 2010
Rubrik: medien, Seite 59
von Hartmut Regitz

Vergriffen
Weitere Beiträge
zum tier werden

Sie sagten, die Idee zu Ihrem neuen Stück nach dem gleichnamigen Buch von Claude Lévi-Strauss, hätten Sie während eines Gesprächs über Tanz, Couscous und die «Unarbeitsamkeit des Körpers» mit dem Philosophen Giorgio Agamben gehabt. Ungewöhnlich, dass ein Philosoph Ihr Dramaturg wird. Wie kam es dazu?
Unsere Zusammenarbeit begann 2008 beim Stück «La natura delle...

beinfrei

«Die Behinderung hindert nicht am Tanzen», sagt Mathurin Bolze, der weder behindert ist noch Tänzer. «Man ist mit ganz anderen Problemen konfrontiert, und die sind in der Persönlichkeit begründet. Da gibt es keinen Unterschied, ob der Bühnenpartner behindert ist oder nicht.» Bolze ist ein begnadeter Trampolinartist in Diensten von Choreografen wie François Verret...

hörbuch: Laura tanzt weiter

Wenn schon Primaballerina zu ­wer­den «das Schönste ist auf Erden», dann muss ja wohl über kurz oder lang eine echte Ballerina auftauchen. Laura geht zwar nur in die private Ballettschule von Annick Moulin, und «Madame» ist tatsächlich mit einer der Berühmtes­ten befreundet. Anna Lischenka heißt sie und hat während eines Gastspiels des Mariinski-Balletts ein paar...