Ilse Loesch gestorben
Am 27. Mai verstarb eine der letzten Zeitzeuginnen des deutschen Ausdruckstanzes. Sie wurde am «Choreografischen Institut» Rudolf von Labans zur Pädagogin ausgebildet. Ende der 1920er und Anfang der 30er Jahre arbeitete sie u. a. in den Berliner Bewegungschören Laban, beim Kunstverein in Libau (Lettland), in der Laban-Tanzgruppe von Annemarie Dunkel und Edgar Frank in Berlin und bei Jenny Gertz in Halle. Nach dem Zweiten Weltkrieg war sie u. a. als Lehrerin für Bewegungsstudium an der Staatlichen Hochschule für Musik und am Deutschen Theaterinstitut in Weimar tätig.
In der Arbeit mit Bewegungschören versuchte sie den Menschen durch Tanz und Bewegung ganzheitlich zu bilden.
Ein Leben lang blieb sie den an Labans Schule vermittelten Inhalten und tanzphilosophischen Weltanschauungen verpflichtet. Aus ihrer tanzwissenschaftlichen Arbeit ging an der Theaterhochschule in Leipzig von 1953 bis 1963 ihre erste Publikation «So war es Sitte in der Renaissance» (1964) hervor, auf die sie besonders stolz war. Im Auftrag der Akademie der Künste veröffentlichte sie 1974 «Sprechende Bewegung. Ein Studienbuch für Schauspieler und Regisseure», das noch heute als Standardwerk dient. In ihrem Buch ...
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