Hoffnungsträger: Ginevra Panzetti und Enrico Ticconi
Ihre jüngste Arbeit «Harleking» ist ein endloser Kreislauf, bestückt mit sehr präzisen Gesten und Einfällen, die mal sitzend, mal stehend sich zueinander fügen und den Zuschauer erst fragend und dann staunend zurücklassen. Ginevra Panzetti und Enrico Ticconi, gebürtige Römer beide, nutzen die Kraft des Minimalismus bei gleichzeitig barockem Überfluss der Bewegungen.
Wie ein aufgezogenes Uhrwerk rattert ihr sehenswertes Parallelspiel, das gerade in minimalen Variationen seine größte Kraft entwickelt und auch vor klug gesetzten drastischen Bildern nicht zurückschreckt, wenn etwa eine Führerpose genial dekonstruiert wird. Harlekin schlägt King.
Das italienische Duo lebt in Berlin und Turin. Sie kennen sich bereits aus Schulzeiten, haben beide an der Akademie der Schönen Künste in Rom ihren Abschluss gemacht und danach bei Claudia -Castellucci an der STOA – Schule für rhythmische Bewegung und -Philosophie weiter studiert, bevor sie ihre Ausbildung in Berlin -(Ticconi am Hochschulübergreifenden Zentrum Tanz) und Leipzig (Panzetti an der Hochschule für Grafik- und Buchkunst) abschlossen. So kombinieren sie kulturgeschichtliche Phänomene wie etwa die Groteske der Renaissance mit ...
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Tanz Jahrbuch 2019
Rubrik: Hoffnungsträger, Seite 172
von Torben Ibs
1. Aufführung des Jahres / Production of the Year
2. Choreograf/in des Jahres / Choreographer of the Year
3. Tänzerin des Jahres / Female Dancer of the Year
4. Tänzer des Jahres / Male Dancer of the Year
5. Kompanie des Jahres / Company of the Year
6. Erfreulich war ... / Positive development
7. Ärgerlich war ... / Negative development
Andrea Amort, Wien, freie...
Die gebürtige Heidelbergerin ist 46 Jahre- alt, ausgebildet unter anderem in Ludwigshafen und Arnhem, ausgezeichnet beim Wiener «ImPulsTanz»-Festival und eine Zeitlang als Residenzchoreografin auf Kampnagel in ihrer Wahlheimat Hamburg angesiedelt, wo sie – genau wie in NRW – mehrfach und erfolgreich eigene Arbeiten gezeigt hat. Auf ihrer Homepage bezeichnet sie...
Eigentlich betrachte ich mich als einen ziemlich rationalen und wenig abergläubischen Menschen. Aber wenn es um Auftritte geht, sieht das ganz anders aus. Mit den Jahren habe ich so viele Glücksbringer angehäuft und Rituale ausprobiert, dass ich mich immer mal wieder einer gründlichen Anti-Aberglauben-Prozedur unterziehe und ein paar Gegenstände ausmustere....
