highlights
toulouse:
kader belarbi
Als er 2008 als Étoile der Pariser Oper abdankte, fehlte eigentlich nur eine Trauerbeflaggung am Palais Garnier, um dem Abschiedsschmerz seiner unzähligen Fans Ausdruck zu verleihen. Jetzt haben sie ihn wieder, wenn auch in anderer Funktion: Seit August 2012 leitet der charismatische Halbalgerier das Ballett-Ensemble des Théâtre du Capitole in Toulouse – eines neobarocken Kleinods, das allein schon eine Reise wert ist.
Zumal gerade die erste Premiere für Belarbis drei Dutzend Tänzer vor der Tür steht: ein Dreierabend, den der neue Chef mit «Entrelacs» bestückt, einer 2007 fürs Chinesische Nationalballett entstandenen Produktion. Aus Mainz wird Jacopo Godanis «A.U.R.A. Anarchist Unit Related to Art» importiert, und William Forsythe steuert den unvergänglichen Knüller «The Vertiginous Thrill of Exactitude» aus seligen Frankfurter Zeiten bei – Indiz dafür, dass Belarbis Truppe jedenfalls tanztechnisch nichts zu wünschen übrig lässt!
21. Februar bis 24. März,
theatre-du-capitole.fr
london:
royal ballet
Es gibt Choreografen, die blitzschnell den Rang eines Statussymbols erreicht haben: Wer nichts Maßgeschneidertes von ihnen vorweisen kann, wird von den ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Tanz Februar 2013
Rubrik: kalender, Seite 35
von
Von einem Tag auf den anderen entschloss sich Thomas Lempertz, mit dem Ballett aufzuhören – «ratzfatz», wie er sagt. Dabei stand ihm als Solist des Stuttgarter Balletts eigentlich die Welt offen. Schon als Schüler war er in dem Ballettmusical «On Your Toes» das verjüngte Ebenbild von Richard Cragun, in «La fille mal gardée» verkörperte er den verschrobenen Alain...
brug schaut dvd
fonteyn & nurejew
So hip er auch sein mag, in jedem Engländer gibt es eine unausrottbare Ecke für Plüsch und Pleureusen, für Häkelarbeiten und Spitzenverzierungen. Das lässt sich trefflich auch aus den jüngst bei ICA Classics veröffentlichten BBC-Archivalien ableiten. Dafür wurde eine Triple Bill aus kostbarer, seinerzeit extra fürs Studio...
Ausgerechnet «Dornröschen»! Ausgerechnet ein Ballett, das traditionell zur Ausstattungsorgie in Rosa gerät und bei dem sich selbst die Sparsparte Tanz jenen Luxus gönnt, der sonst nur die Oper garniert. Diesen Stoff hat sich Ballettchef Ricardo Fernando für das besonders finanzklamme Hagen ausgesucht. Als romantischen Mythos in neuer Matrix: «Dornröschen...
