Handbuch
Seien wir realistisch: Billy Elliot, der britische Junge aus dem gleichnamigen Erfolgsfilm bzw. -Musical, dürfte nicht der letzte Junge gewesen sein, der wegen seiner Leidenschaft für den Tanz Spott aus seinem Umfeld kassieren musste.
Das weiß auch die Tanzpädagogin und Referentin des DTB (Deutscher Turner-Bund) für Kindertanz, Julia Dold, die soeben ihr zweites Buch in der DTB-Reihe «Wo Sport Spaß macht» vorgelegt hat.
Nach dem kreativen Kindertanz im Allgemeinen widmet sich die Autorin in «Tanz- und Bewegungsideen für Jungen» nun der Frage, wie man Jungs zum Tanzen bringen kann. Und das funktioniert laut Dold besonders gut mit neuen Inhalten: tänzerische Ballspiele, Hip-Hop- und Parkour-Elemente, Bewegung basierend auf Physikalität, Wettkampf, auf «Auspowern». Der bebilderte Band, auch als E-Book erhältlich, ist alles andere als text- und theorielastig: ein übersichtliches Handbuch für die tägliche Unterrichtspraxis mit konkreten Angeboten und Methoden, gesammelt von einer Autorin, die auch als Choreografin bei diversen Tanztheaterproduktionen mit Kindern und Jugendlichen auf jede Menge praktischer Erfahrung zurückgreifen kann.
Marc Staudacher
«Tanz- und Bewegungsideen für ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Tanz Oktober 2017
Rubrik: Praxis, Seite 74
von Red.
Tabula rasa, Teil zwei – und Schluss? Es ist schon ungewöhnlich, zu Beginn einer Spielzeit Bilanz zu ziehen. Beim Bayerischen Staatsballett ist das so. Anhand fehlender oder nie gelesener Namen in der Ankündigung zur Spielzeit 2017/18 konnte man sich zusammenreimen, dass Igor Zelensky, seit einem Jahr Direktor der Kompanie, auf der Ballettetage vollendet hat, was...
Die «Weltpremiere» dieses Tanzwerks fand im September statt, zur Eröffnung der Berliner Volksbühne auf dem Tempelhofer Feld. Die «Uraufführung» erfolgte deutlich früher, Mitte Juli, bei dem auf Großproduktionen spezialisierten «Manchester International Festival» in einer ehemaligen Industriehalle. In Englands Norden hatte der neue Tanzbereichsleiter der Volksbühne...
Eine Leinwand wie im Kino. Auch wenn der Vorhang noch geschlossen ist, erkennt man durch den roten Stoff bereits die Umrisse eines Plakats, mit dem einst die Filmversion des Balletts «Das Rote Frauenbataillon» beworben wurde. Davor die vier Protagonistinnen des Abends, die Hände scheinbar gebunden oder zu drohenden Fäusten geballt: Gesten, zu Posen erstarrt, in...
