Hamburger Widersprüche

Hamburg legt sich mit Kampnagel an

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Kampnagel erleidet eine Kürzung von 74 000 Euro, zehn Prozent des Produktionsetats, die stattdessen den Privattheatern überwiesen werden Betrieben von der CDU-Fraktion scheint diese Umver­teilung auf den ersten Blick auf Kosten experimenteller und sozial engagierter Projekte zu gehen. Doch längst operiert auch Kampnagel CDU-kompatibel mit Erfolgs-Gastspielen wie zuletzt mit dem vierwö­chigen «Loft»-Spektakel, um sich über Wasser zu halten. Solcher «Wille zum ausgeglichenen Haushalt» wird bestraft.

Weil der Aufsichtsrat mehrheitlich von der Hamburger Kulturbehörde gestellt wird, die die Kürzungen der Partei umsetzen muss, ist es egal, wie positiv die Bilanz ist. Ein städtisches Theater kann kein Privattheater sein, soll sich aber so verhalten und wird, wenn es das tut, um seine Mehreinnahmen gekürzt. 

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Tanz Januar 2005
Rubrik: Magazin, Seite 15
von Arnd Wesemann

Vergriffen
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