Hamburger Widersprüche
Kampnagel erleidet eine Kürzung von 74 000 Euro, zehn Prozent des Produktionsetats, die stattdessen den Privattheatern überwiesen werden Betrieben von der CDU-Fraktion scheint diese Umverteilung auf den ersten Blick auf Kosten experimenteller und sozial engagierter Projekte zu gehen. Doch längst operiert auch Kampnagel CDU-kompatibel mit Erfolgs-Gastspielen wie zuletzt mit dem vierwöchigen «Loft»-Spektakel, um sich über Wasser zu halten. Solcher «Wille zum ausgeglichenen Haushalt» wird bestraft.
Weil der Aufsichtsrat mehrheitlich von der Hamburger Kulturbehörde gestellt wird, die die Kürzungen der Partei umsetzen muss, ist es egal, wie positiv die Bilanz ist. Ein städtisches Theater kann kein Privattheater sein, soll sich aber so verhalten und wird, wenn es das tut, um seine Mehreinnahmen gekürzt.
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
The curvature of the museum echoes the contours of the art displayed: Ana Mendieta‘s work circles back on itself. Her graphite drawings and earthen objects convey a sense of stasis, as do the acts and states portrayed by her body, at least those that have survived in photographs and on film. Her performances consisted of enwombed motion and stillborn postures. This...
Vor fünf Jahren, als Merce Cunningham sein mit virtuellen Tänzern bestücktes Werk «Biped» herausbrachte, träumte der letzte große Kongress zum Thema Tanz und Neue Medien von der großen Verschmelzung der virtuellen Realität mit der körperlichen Entität. Nach dem Traum kam nichts mehr. Ein unlösbarer Widerspruch war enstanden, ein Paradox: Je selbstverständlicher...
Nur zehn Tänzer, das hat auch Vorteile. Man muss sich als Dramaturg bei einer Sonntagmorgen-Einführungsmatinee im Freiburger Theater (mit rund fünfzehn Senioren und Lehrern) auf die unvermeidliche «Schwanensee»-Diskussion gar nicht erst einlassen. Das ginge ja schon allein wegen der Größe des Ensembles nicht, sagt Oliver Held und überlässt es der Chefin der neuen...
