Hagen

Van Berkel, Hue, Fernando «Die vier Jahreszeiten»

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Huch, schon wieder ein Jahr vorbei. Nie verfliegt ein Jahresrund schneller, als wenn Antonio Vivaldi musikalisch die Welt erwachen, sich erhitzen, berauschen und schließlich einfrieren lässt. Den barocken Superhit haben in Hagen gleich drei Choreografen im Teamwork inszeniert. Noch ehe man weiß, was Regina van Berkel mit ihrem schnörkelig-komplizierten Frühling, Young Soon Hue mit ihrem erstaunlich düsteren Sommer und Ricardo Fernando mit seinem naiv-rustikalen Herbst eigentlich jenseits getanzter Illustration sagen möchten, ist man schon im Winter gelandet.

Hier verwirren die drei Künstler ihre eigenwilligen Ästhetiken zum eiszeitlichen Karneval: Wer ist wer, was stammt von wem? Egal.

Hagens Ballettdirektor Ricardo Fernando hat geahnt, dass kein noch so kluges Konzept gegen den Ohrwurm-Effekt Vivaldis ankommen kann. Seine Kooperation mit Kolleginnen charmiert natürlich schon durch konkurrenzfernen Idealismus und stilistischen Pluralismus. Fernandos Ensemble steht seit jeher für das Prinzip Hoffnung angesichts andauernder Auflösungsdrohungen durch die Stadt Hagen, die ihren Zuschuss für das Theater ab 2018 nochmals um 1,5 Millionen Euro reduziert. Obwohl nicht ...

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Tanz Dezember 2016
Rubrik: Kalender und Kritik, Seite 42
von Nicole Strecker

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