gimme shelter
Ein Kleinkind hockt vor einem Koffer voller Spielzeugautos. Der Vater tippt auf der Schreibmaschine. Die Mutter schließt und öffnet die hellen Vorhänge, die an allen vier Seiten des einstöckigen Gerüsts hängen. Sind sie geschlossen, verraten die Schatten der Bewohner, was innen vor sich geht. Sind sie offen, sieht man: eine Topfpflanze, Teppiche, kleine Objekte, die als Tisch und Stühle genutzt werden. Eine Treppe führt in die obere Etage. Auf ihr küssen sich Mutter und Vater, während der Sohn unten seine kleinen Autos fahren lässt. All das ist privat, intim.
Doch man bleibt nicht Voyeur, dafür sorgt das Kind. Elijas behält immer im Auge, wer den Raum betritt und wieder verlässt. Er nimmt Kontakt auf, verteilt feuchte Kekse und lädt zum Obstessen ins Innere ein. Er zieht das Papier aus der Schreibmaschine und sich selbst aus. Das Kind demonstriert, dass das Stabile mobil ist und der sichere Ort Bewegung erlaubt.
Beim «Live Art Festival» auf Kampnagel schützt der Schutzraum der Tanzinitiative Hamburg stundenweise vor den Anforderungen des Lebens. Die bildende Künstlerin Isa Melsheimer stellt den shelter in die große Probebühne, Bruno Pocheron lässt das Licht wandern wie der Lauf ...
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Salzburg, die Landeshauptstadt mit dem höchsten Ausländeranteil Österreichs, zieht nicht nur Touristen an – es herrscht Multikulti an der Salzach. Das haben die Tanzfotografin Anja Hitzenberger aus New York und die Dokumentarbildnerin Anusha A. Yadav aus Mumbai wörtlich genommen. An Makartsteg, Müllnersteg und entlang dem Salzachufer erzählen ihre «Portraits einer...
John Cage und der Tanz sind alte Bekannte. Aber in Münster beim tendenziell schwermütigen Tanztheater von Daniel Goldin hätte man diesen Komponisten eher nicht vermutet. «Projekt Cage» verspricht also, dass ein bisschen Anarchie die Kreation des argentinischen Westfalen pilzartig beleben könnte. Zudem ist es die zweite Kooperation mit dem Folkwang Tanzstudio, das...
Ihre Haare haben sie davor bewahrt, wie Martha Graham zu tanzen. Mit ihren Locken hätte sie Martha Graham sowieso nie kopieren können. Diese wollte nur Tänzerinnen, die ihr möglichst aufs Haar glichen. Die Begeisterung für exakte Stilkopien, die den Choreografen des Modern Dance so wichtig war, hat Anna Halprin nie gemocht, auch wenn sie Teil dieser Szene war und...
