gera: Silvana Schröder: «KeimZeit»
Keimzeit ist Kult. Die Band aus dem Brandenburgischen hat vor, während und nach der Wende vielen aus dem Herzen gesungen. Das Gefühlte und Gesagte hat offenbar nichts von seiner Glaubwürdigkeit verloren. Ein paar Zeilen aus «Kling Klang» im Programmheft, einst der Hit, schon sind Erinnerungen und Emotionen geweckt. Doch Nostalgie ist nicht angesagt, auch nicht die Zeit der keimenden Hoffnung, «Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Sachsen und Thüringen» könnten sich eines Tages in «blühende Landschaften» verwandeln.
Allenfalls lässt sich in «KeimZeit» ein kleines Blumenbeet, bestückt mit Tulpen, so deuten. Klar, selbst solche Blütenträume welken irgendwann mal.
Eine Szene am Rande, die viel besagt und ganz nebenbei der «Musik von und mit der Band Keimzeit» eine neue Bedeutung erlaubt. Silvana Schröder bebildert die Songs nicht einfach. Sie stellt sie vielmehr in einen Zusammenhang, ohne deswegen gleich eine Geschichte erzählen zu wollen. Wie von selbst entwickelt sich ihr Ballett, und das zwei Stunden lang. Eben beschwört Frontmann Norbert Leisegang noch das «Blut der ersten Sonnenstrahlen», da entsteigen der Tiefe des Orchestergrabens bereits die «Jedermenschen», ...
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Tanz Januar 2015
Rubrik: kalender und kritik, Seite 40
von Hartmut Regitz
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newcomer_________
julian weber
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