Gen Osten
Dem deutschen Außenminister wird die Hölle heiß gemacht. Er votierte in einem Erlass «In dubio pro libertate» – im Zweifel für die (Reise-)Freiheit. Er verhielt sich nach genau dem juristischen Garanten «Im Zweifel für den Angeklagten», der ein Rechtssystem von einem Unrechtssystem unterscheidet. Was hat er also falsch gemacht? Er habe die Mauern des Schengen-Abkommens, das nicht nur im Zweifel, sondern immer vollkommene Reisefreiheit garantiert, weich gemacht, indem er «Billigarbeit und Prostitution aus dem Osten» Tür und Tor geöffnet habe.
Er hat die Freiheit der Fremden gegen die Freiheit der Europäer hochgehalten. Er hat übersehen, dass es zwei Europas gibt: Osteuropa und Westeuropa.
Seit Ende letzten Jahres, als aus Weißrussland sogar im Fernsehen Belorossia wurde und das Land im Aufstand gegen Wahlfälschung den Respekt erfuhr, endlich mit dem eigenen Namen angesprochen zu werden, seit Ende letzten Jahres, als die tschechische Choreografin Lenka Flory uns zu Protokoll gab, dass ihr Kulturministerium die «Subvention aufgrund internationaler Kooperationen versagt» hat, weiß der Westen: drüben tut sich was. Nur was? Die Grenze von der EU zur EU, von Deutschland nach Polen, ist ...
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To celebrate 50 years of hard-won existence, the Paul Taylor company is touring each of the 50 states. During its first week of three in New York, the dancing has been spectacular. Patrick Corbin, sidelined last year with a shoulder injury, is back in the central role of “Aureole” as well as in parts that he originated, and his deep focus is a joy. Richard Chen...
Umgangssprachlich meint der brasilianische Ausdruck «Samba do crioulo doido» (Samba des verrückten Kreolen) Verwirrtheit. «Samba do crioulo doido» nennt sich nicht ganz zufällig auch die neue Arbeit des in São Paulo lebenden Tänzers und Choreografen Luiz de Abreu. Denn was er tanzt, stiftet Verwirrung. Er wirbelt und verwirbelt die Themen eines Landes voll sozialer...
Der Anfang gehört der Musik, und auch im weiteren Verlauf ihres abendfüllenden Kathak-Tanzstücks hat die Choreografin Sonia Sabri ihrer kleinen Band weite Freiflächen eingeräumt. Das ist kein Fehler, denn die Musik, komponiert von Sarvar Sabri, dem Ehemann , ist, auch ohne Tanz, hinreißend schön. Die Saxofone von Alvin Davis, der seine Blues-Töne wie von ganz...
