Fundamental-Skandal um Bauchtanz
Die Ägypterin Dina Talaat Said Mohamed Mohamed, in Rom geboren und am Nil aufgewachsen, ist für gewagte Kostüme und zahllose Skandale bekannt. Die mehrfach Geschiedene, die ihr Alter nicht sagt, gehört in der ägyptischen Tanzszene zu den Spitzenverdienerinnen. Zuletzt sorgte die Mutter eines 8-Jährigen für Schlagzeilen bei einem Auftritt vor Abiturienten – sie seien zu jung für so was, befand die religiöse Macht. Beim Interview sitzt sie vor dem Fernseher (ein religiöses Programm), kritisiert einen dort auftretenden konservativen islamischen Rechtsgelehrten.
Wir stören sie bei ihren Ausführungen:
Sie sind die bekannteste Bauchtänzerin Ägyptens. Haben Sie Spaß am Ruhm? Nicht nur. Ich trage auch Verantwortung meinen Zuschauern gegenüber.
Weil Ägypten immer konservativer, islamischer geworden ist? Für mich persönlich hat sich nichts verändert. Wenn ich auftrete, und jemand mich nicht sehen will – kein Problem: Jeder kann gehen. Jeder kann machen, was er will. Das tue ich auch. Meine Schwester trägt nicht nur ein Kopftuch, sondern auch den Gesichtsschleier, der nur die Augen freilässt. Sie sagt mir trotzdem nicht, was ich tun soll und ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Wo Bestatter ihre Toten umsorgten und vor mehr als zehn Jahren hier die letzten Särge zimmerten, die letzten Leichen schön machten und deren Grabsteine meißelten, ist nun auf den 39.000 Quadratmetern des ehemaligen städtischen Bestattungsinstituts, das sich im Pariser Nordosten versteckt, eine Künstlerstadt entstanden. 104.fr heißt sie, mit Ateliers für bis zu...
«I walk into a white room» – so fangen Albträume an. Eines jeden Malers, Musikers, Marketingstrategen. Man ersetze das leere Studio durch Bildschirm, Kochtopf, Labor oder Verkaufsgespräch, und bald schwitzen wir alle, wie beim ersten Rendezvous. Wir lieben ja unsere Arbeit, wäre da, ach, nur der ewige Kreativitätsdruck nicht.
Aller Anfang ist schwer
Twyla Tharp ist...
Das Geschlecht ist ein soziales Konstrukt, das es zu dekonstruieren gilt. Was wir in den 1990er Jahren (Judith) Butler-brav theoretisch paukten, dürfen wir heute begucken: Die Tanzbühne der in Italien ansässigen Gruppe Déjà Donné ist postfeministisches Schlachtfeld. «A Glimpse of Hope» – diese Hoffnung ist weiblich. Die im Düsseldorfer tanzhaus nrw uraufgeführte...
