frank fannar pedersen
Island bringt immer wieder tolle Tänzer hervor – Frank Fannar Pedersen ist einer von ihnen. Nach der Ausbildung in Reykjavík und an der Ballettschule der Finnischen Nationaloper in Helsinki tanzte er bei der Iceland Dance Company, dann bei IT Dansa Barcelona und im Ballett des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden. Als für die Kompanie von Stephan Thoss in Wiesbaden der letzte Vorhang fiel, verschlug es Pedersen nach Basel, und auch dort ist seine hoch gewachsene Statur in der Truppe von Richard Wherlock nicht zu übersehen.
Genauso wenig wie die geschmeidigen Verbiegungen und Verschiebungen seiner Physis, wenn es ihn im Tanz förmlich mitreißt.
Als Tänzer geht Frank Fannar Pedersen damit an Ausdrucksgrenzen und sorgt dafür, dass man als Zuschauer plötzlich voll Spannung vorne auf der Stuhlkante sitzt. Ein wandlungsfähiger Tänzer, der mittlerweile auch als Choreograf etwas zu sagen hat: In jüngster Zeit entstanden eigene Choreografien mit traumhaft schrägen, in sich versponnenen Figuren zwischen Fantasie und Wirklichkeit, von denen man in Zukunft gerne mehr sehen möchte.
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Tanz Jahrbuch 2015
Rubrik: die hoffnungsträger, Seite 173
von Martina Wohlthat
Ganz geweißt erscheint am Ende ihr Gesicht. Blutrot die Lippen, gespitzt wie auf dem Bildnis von Otto Dix. Aber Maria Walser schminkt sich die «Anita Berber» nicht einfach an. Vielmehr verkörpert sie ihren Aspekt einer dreifach aufgefächerten Bühnenpersönlichkeit in der «Retro/Perspektive» von Martin Stiefermann in seiner ganzen Ambivalenz: Ichbezogen bis zum...
Nicki Lisztas Tanz tut weh. Im ganz realen Sinne, ihre Tänzer und Darsteller werfen sich auf den Steinboden, knallen gegen Wände, hangeln über Glasscherben. In Stuttgart, wo die freie Szene trotz geduldigen Päppelns durch die Stadt regelmäßig neben Ballettkompanie und Gauthier Dance untergeht, setzt die Choreografin abseits der gewohnten Off-Locations einen echten...
beim Wachsen zuzusehen, ist ein unglaubliches Vergnügen. Immer wieder bin ich überrascht. Und fasziniert und manchmal auch gerührt. Natürlich haben Israel Galván, Andrés Marín und Belén Maya den Weg bereitet, aber an ihnen haftet das Flamenco-Etikett wie diese kleinen Klebeschildchen, die man nicht vom Finger bringt. Erst dieser selbstbewussten, willensstarken und...
