Forsythe und Waltz machen sich selbstständig
Vor drei Jahren hätte das niemand für möglich gehalten. William Forsythe verabschiedet sich vom Ballett Frankfurt, Sasha Waltz von der Ko-Intendanz an der Schaubühne Berlin. Beide machen sich selbstständig, gründen eigene, «freie» Kompanien – und alle sind begeistert! Hätte es die Querelen mit der Frankfurter Lokalpolitik und in Berlin intern mit der Schaubühnenleitung nicht gegeben, nie wäre es dazu gekommen.
Aber statt über die für den Tanz ja ach so typische Benachteiligung zu klagen und klein beizugeben, haben sich Forsythe und Waltz die Freiheit genommen nachzudenken, welche Strukturen sie selber brauchen. Zweifelsohne war es der große Name, der Forsythe als auch Waltz ermöglichte, ausreichend Gelder für ihre eigenen Tanzunternehmen zu akquirieren. Signalwirkung geht von diesem Schritt aus. Denn der Tanz steht nicht immer als Verlierer dar. Auch wenn, wie in Frankfurt, die Lokalpolitiker vor fast nichts mehr zurückschreckten, um Forsythe ihre Macht zu demonstrieren (etwa: die Stadt Frankfurt kann sich die 200 000 Euro, die sie anstelle des bisherigen Etats von 6,6 Millionen Euro zahlen soll, nicht leisten; oder: sie kann ihm das Bockenheimer Depot nicht für drei Monate zur ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Immer wieder hofft der «Kritiker» auf neue Talente. Hoffen wir, dass ihm niemand dabei zuschaut. Mancher Nachwuchschoreograf trägt ungleich schwerer wiegende Hoffnungen. Cosmin Manulescu aus Bukarest ist so einer, sein «Serial Paradise» war eine Entdeckung. Frisch, frech und kritisch analysiert er die für viele so leeren Versprechungen des Systemwandels. Manager,...
I think it is no exaggeration to say that Sebastian Michanek managed to surprise even those who know him with his excellent performance as Peer Gynt in John Neumeier’s ballet of the same name. Peer is one of the most difficult male roles in ballet, placing extreme demands on the dancer’s technique, acting skills, presence and sheer endurance and it is not the most...
My text is dedicated to the “Unknown Cultural Policy” in Greece: to the pompous announcements on the “Scandinavian model,” the “Central-European model” and “the Academy of Dance;” to the various Panoramas and Festivals which have no selection process; to the ongoing cult of the Olympic Games, still, a year after they took place; to the countless studios opened by...
