festival: münchen
Die Fahne steht noch stramm im Wind, Ingrid Kalka freut sich: «Das Konzept ist aufgegangen: Wir wollten die breite Vielfalt der freien Tanz- und Theaterszene hier in München zeigen und gemeinsam feiern.» Sie hat das erste Münchner Festival «Rodeo» organisiert und als Kuratorin zusammen mit drei Jurorinnen das fünftägige Tanzprogramm ausgewählt. Beim Rodeo muss sich der Reiter acht Sekunden freihändig auf seinem sich aufbäumenden Pferd halten. Mutig steigt er in den Ring, dann gehen Arbeit, Kunstfertigkeit, das wilde Leben und Party nahtlos ineinander über.
Man zeigt, was man kann, und lässt es sich nach der staubigen Angelegenheit gutgehen. Wenn Ingrid Kalka auf die fünf Tage im Juni zurückblickt, betont sie den Feieraspekt ganz besonders.
Auf einem von Abbruch und Neuplanung bedrohten Gelände an der Dachauer Straße, auf dem der freien Szene eine Halle als Probebühne und Aufführungsort zugesprochen wurde, öffnete die Stadt München für das Festival weitere Hallen, in denen zwölf Tanz- und Theaterproduktionen sowie mehrere kleinere Formate zu sehen waren. Dass es sich dabei um Stücke handelte, die in München fast alle schon zu sehen waren, gehörte zur Nachhaltigkeitsprogrammatik. ...
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Sie beendeten 1994 Ihre Tanzausbildung an der Rotterdamse Dansacademie, begannen als freischaffende Tänzerin bald auch zu choreografieren und zu unterrichten. Seit dem Jahr 2000 arbeiten Sie im Ensemble von William Forsythe, unterrichten an Profi-Ausbildungsstätten in Frankfurt, Limerick, Linz und leiten Workshops für Amateure.
Ich hatte ein breites Training in...
John Moran ist ein Spinner. Ein Erleuchteter. Wundersam perfekt komponiert er auf der Bühne Kunst und Leben zusammen, ohne eitel, schnoddrig oder verklärt zu tun, mit dem zurückhaltenden Duktus eines «Ich erzähl mal was». Guten Abend, sagt er, stellt sich vor, auch seine Brooklyner Nachbarin Saori Tsukada, die neben ihm steht. Später erklärt er uns die inneren...
ist die Gewinnerin des biennalen Choreografenwettbewerbs im dänischen Aarhus. 6700 Euro gewann sie am choreografischen Zentrum Archauz für «Ototoxic», ein Duett mit dem Australier Matthew Tusa. Der zweite Preis ging an die Kanadierin Virginie Brunelle für «Gender Complex», deren Tänzerin Claudine Hébert auch den Preis für die beste Performance erhielt. Für Aoi...
