Erkenntnis durch Tanz?
Was hat ein Wissenschaftler vom Betrachten eines Tanzes? Was nützen einem Tänzer die Erkenntnisse der Hirnforschung? Der Evolution? Der Raumfahrt? Der Molekularbiologie? Die einzige Naturwissenschaft, die sich für den Tanz interessiert, ist derzeit die Tanzmedizin. Unter dem Stichwort «Dance & Science» finden sich unzählige Hinweise zum Verletzungsrisiko und zu Belastungsgrenzen von Tänzern. Aber nicht eine Erkenntnis, die verrät, dass Mediziner etwas durch den Tanz gelernt hätten.
Unsere kulturelle Auffassung von Tanz und Kunst scheint die zu sein, dass wir der Wissenschaft Heilkräfte zubilligen, und dem Tanz nur den Status, ein rudimentäres Relikt aus Vorzeiten zu sein, dessen sich Tanzwissenschaft und Anthropologie annehmen dürfen.
Erkenntnis durch Tanz? Völlig unwissenschaftlich. Bis man eines Tages nach Grenoble kommt, an den Alpenrand, in ein Kolloquium des dort sogenannten Labo-i, den Rencontres-i. Hier wurde der Fahrstuhl in die Zeit vor der «Entzauberung der Welt» bemüht. Wissenschaftler und Choreografen haben Max Webers berühmte These von der quasi atomaren Spaltung der Welt in Kunst und Wissenschaft, Praxis und Theorie, Traum und Wirklichkeit diskutiert.
Natürlich ist ...
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Bei Anruf Pizza
Die Bestellung ist noch Routine, die Lieferung endet im Labyrinth. Storm betritt die Bühne, ein Jobber mit der Pizzaschachtel in der hohlen Hand. Am Anfang ist er noch im Bilde, bildlich gesprochen. Auf der Bühne geht er imaginäre Treppen auf und ab. Eine gelbe Mütze auf dem Kopf, ein weites, weißes Hemd über rotem Pulli, gelbe Socken und rote...
Keine Kunst ist so sehr in der Natur wie die Tanzkunst. Sie ist randvoll mit Physik, Biologie, Chemie, Medizin, Neurologie und Anthropologie. Nur ein einziger Sprung auf die Bretter bedeutet schon eine so komplexe Welt aus Gravitation, Selbstorganisation, Chaos-Theorie, Mnemo-Physiologie, Adrenalineskalation und Biomechatronik, dass man fast schon sagen darf, hier...
Seit dem Kinoerfolg von «I Robot» – er handelt von humanoiden Haushältermaschinen, in deren Reihen eine «terroristische Fehlkonstruktion» Unterschlupf findet – erkennt man den gemeinen Roboter daran, das er stabil auf zwei Beinen steht und sich so devot verhält wie ein schüchternes Frauenzimmer aus dem 19. Jahrhundert. In Japan verehrt man weibliche...
