epilog auf pergament

Ein Buch, so zart wie die Erinnerung: Der Künstler Philippe Favier gedenkt der Ballets Russes à Monaco

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Wenn ein Buch in Bewegung gerät, nennt man es für gewöhnlich ein Daumenkino. Dafür ist der Rückblick auf das Ballets-Russes-Festival in Monaco um einiges zu groß geraten. Ein Table Book kann man die gesammelten Erinnerungen zum Thema Ballets Russes & compagnies kaum nennen, aber ein Kunstwerk der besonderen Art – schließlich ereignet sich ein Centenaire, wie der Maler und Macher Philippe Favier richtig bemerkt, «eben schon rein definitorisch nicht alle Tage». In dem tausend Seiten starken Buch findet sich denn auch kein Wort, sieht man einmal von den einleitenden Zeilen Carolines ab.

Als Son Altesse Royale hat la Princesse de Hanovre zweifellos im Hintergrund ihr Scherflein zum Gelingen des Buchs aller Bücher beigetragen.

Weich liegt es in der Hand, geradezu anschmiegsam. Und wenn man seine Seiten blättert, knistert das Papier, als wolle es das Gezeigte hörbar machen. Ganz bewusst hat sich Favier eines geschwefelten Papiers bedient, das, fett- und wasserdicht, sonst beim Backen oder als Brotpapier Verwendung findet. Nur solches Pergament besitzt eine Transparenz, die das Gezeigte nicht gänzlich preisgibt, und hat darüber hinaus etwas «Fleischliches», wie Favier sagt. «Anderes ...

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Tanz Juni 2014
Rubrik: bewegung, Seite 4
von Hartmut Regitz

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